Außenspiegel

bessere alternative!!
hallo, ich bin vom team von http://www.123people.de...
lukas (anonym)
Ich bin in diesem Fall...
Ich bin in diesem Fall nicht nur heil rausgekommen,...
Traumzeit
Sehr beeindruckend wie...
Sehr beeindruckend wie der Traum durch Ihre Stimme...
walhalladada
Na,
da bin ich aber gespannt. *gg*
zuckerwattewolkenmond
Mit Deiner Vermutung...
Mit Deiner Vermutung liegst Du richtig. Die akustischen...
Traumzeit

Sehen

12
Mai
2008

Kōan und Doris-Day-Gaga

Traum:
Das Ankleiden am heutigen Morgen erforderte einige Aufmerksamkeit. Nun ist es vollbracht, doch sicher bin ich mit meiner Auswahl noch nicht. Ich trage ein bodenlanges, schwarzes Trägerkleid mit einer hellen Bluse darunter. Darüber eine üppige Jeansweste. Ich überlege, noch eine dicke Strickjacke drüber zu ziehen. Die Vorstellung zaubert ein Spiegelbild, in dem ich mich mit der Strickjacke sehe. Die Klamotten tragen ziemlich auf. Naja, ziemlich ausladend... – aber warum eigentlich nicht.

Später in einem ruhigen Kaufhaus. In einer Boutique-Abteilung stehe ich vor einem Tisch mit leichten Pullis, Shirts und luftigen Blusen – alles ziemlich edel. Eigentlich ist es kein Wühltisch, aber inzwischen legten einige Kundinnen die betrachteten Teile lose wieder zurück...
Echt gut, mir gefallen ein paar Oberteile. Ein wenig gedankenverloren lege ich zwei favorisierte Blusen über meine rechts geschulterte Korbumhängetasche. Dass ich dies nur ja nicht vergesse! Allein dies könnte eine misstrauische Angestellte schon auf den Gedanken kommen lassen, ich wolle etwas stehlen. Nun entdecke ich zwei Blusen auf dem Tisch, die ich mir in genau dieser Ausführung bereits vor längerer Zeit mal gekauft habe und heute sogar in der Tasche bei mir trage! Wenn es dumm läuft, könnte ich deswegen Ärger kriegen. Am besten ist, ich gehe jetzt mal.

Weniger Meter weiter nach links, vor einer breiten Durchgangstür, wartet mein Begleiter – eine typische Animusgestalt – auf mich. Höflich und erfreut die Begrüßung, dann machen wir uns auf den Weg, durch die Tür hindurch und...

...finden uns direkt vor der Haustür meines Elternhauses wieder. Mein Begleiter liegt mit dem Rücken auf den roten Steinen. Ich liege auf ihm drauf. Viel Zärtlichkeit, kleine Küsse und geflüsterte Neckereien. Er erzählt mir ein Kōan; darin geht es um einen Meister, einen Schüler und einen Esel. Zum Schluss kommt die Frage. Der Mann unter mir erklärt, dass es auf diese Frage wirklich nur eine weise Antwort gibt. Das ist lustig; übermütig knabbere ich zur Antwort an seinem Ohrläppchen, bedecke sein Gesicht mit vielen Küssen und sage leise lachend und ihn neckend, dass ich die Antwort kenne; sie lautet: „Niemand! Denn es gibt niemanden, der etwas sehen könnte.“

Mein Begleiter packt mich mit einem Male an den Hüften, zwickt und kitzelt mich. Mit einem nachdenklichen Blick in meine Augen meint er: „Sind Deine Augen überhaupt offen? Ich glaube, nicht!“
Hm, ich werde ganz ernst und überlege... Kann es denn wirklich sein, dass meine Haut um die Augen herum derart schlaff und runzelig geworden ist, dass sie in bauchliegender Position meine Augen verhängt?? Kurz erscheint ein Bild vor Augen, wie ich mir das vorstelle: nur noch ein winziges Guckloch zwischen schlaffen Falten. Aber immerhin, ausreichend um zu sehen. Außerdem: ich sehe ihn doch auch, da kann es soo schlimm gar nicht sein?!

Unvermittelt eine völlig andere Szene, die ich als Außenstehende beobachte:
Ein morgenfrischer Strand. Von links kommt eine Frau in die Bildfläche. Sie fährt auf einem Drahtesel den steinigen Strandstreifen entlang, wird dabei kräftig durchgeschüttelt. Sie sitzt jedoch aufrecht, bewahrt damenhafte Haltung. Mein Begleiter, der so steht, dass er ihr entgegenblickt, spricht sie an, woraufhin sie mit einer nimmer endenden Antwort reagiert. Die Szene erinnert an einen alten Film mit Doris Day und Rock Hudson. Ich betrachte die Frau genauer, die tatsächlich Doris Day ähnelt. Sie trägt ein helles Kostümjäckchen, einen schmalen knielangen Rock und ein schlichtes helles Hütchen auf ihren elegant gelegten blonden Haaren. Ihre Mimik ist beeindruckend. Ihre Lippen, ihre Zähne, ihre Stimme, der kraftvolle Ausdruck... das kenne ich doch... Ja hey, nun fällt der Groschen! Das ist ja Gaga! Blond... hmm... ach so, endlich begreife ich: dies ist Gaga in jungen Jahren! Diese Erkenntnis ist so aufregend, dass ich davon aufwache.

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Gagas Hochzeitkutschentisch

12
Mrz
2008

Augenprothese

Traum:
Ex-Küche. Ich halte meine Augenprothese in den Händen. Es ist die leibhaftige Augenpartie – aus meinem Gesicht genommen. Mein Blick ist gelassen, nur manchmal schlage ich die Augen nieder. Dieses Gesichtsteil fühlt sich angenehm warm und lebendig in meinen Händen an. So kann ich diesen Bereich meines Gesichts einmal richtig aus der Nähe und in natura betrachten. Erstaunlich und angenehm überraschend ist, dass meine Haut viel jünger aussieht, als es im Spiegel den Anschein hat. Bei dieser Gelegenheit kann ich auch gleich mal meine Haut um die Augen herum eincremen. Während ich anfangs denke, dass es so leichter geht, weil ich die Augenpartie in den Händen halte, stellt sich heraus, dass es etwas ungewohnt ist, die Creme nicht direkt im Gesicht zu verteilen, sondern nur auf diesen Gesichtsausschnitt. Ich fühle mich etwas ungeschickt. Zack, da ist schon Creme in die Augen gelangt. Ich drehe das Augenteil herum, wische die Creme vom Innengewebe und verteile den Rest. Denke dabei mit unangenehmen Gefühl, dass es sicherlich in den Augen brennen wird, wenn ich die Prothese wieder anlege. So halte ich sie unter fließendes Wasser. Mike wird diese Prothese sicherlich auch auf diese Weise pflegen. Mit einem Geschirrtuch tupfe ich mein Gesichtsteil vorsichtig trocken. Als ich die Prothese nun anlegen will, spüre ich einen unangenehmen Widerstand in mir, so als erwarte mich damit Unangenehmes. Das ist aber überhaupt nicht so. Noch während ich es integriere, wird es mir so, als sei es etwas Eigenes. Es brennt nichts, es stört nicht – es ist richtig gut. Ich sehe wie mit eigenen Augen!

Notiz:
Gestern etwas sorgenvoll an die in Aussicht gestellten Augenoperationen gedacht.

19
Jan
2008

Hähne im Kamin

Traum:
Mit Mike und Moina in einem Hotel – ein Klassentreffen mit Unbekannten. Die erste Übernachtung liegt hinter uns. Unsere Koffer sind auf mehrere Räume verteilt. Überall stehen sie herum, offen, einen Teil der Klamotten und das Schreibzeug ausgepackt daneben; mir fehlt dann auch etwas der Überblick, wo ich was habe.

Mike und Moina liegen noch im Bett als eine ernste Frau in unser Zimmer kommt. Sie möchte hier schlafen, schaut sich um und gibt zu bedenken: „Hier gibt es ja Vögel. Dann will ich hier nicht schlafen.“
„Nö, ich habe keinen gesehen“, sage ich ehrlich. Sie zeigt zum Kamin. Ich sehe sofort – und das ist mir nicht neu – dass es an der Rückseite der Feuerstelle eine Öffnung nach draußen, einen Zulauf gibt. Die Feuerstelle ist mit einem gusseisernen Rautengitter umzäunt. Darin ein wunderschöner Hahn mit Gefieder in Schwarz und Goldbraun. Sein Hahnenkamm leuchtet kräftig rot. Möglich, dass noch zwei weitere Hähne im Kamin sind – so genau kann ich es nicht erkennen. Jaja, der Kamin wird als Hühnerkäfig genutzt! Das ist nichts Neues und sicher ganz okay so. Die Frau äußert Zweifel daran und meint, auch das sei ungesund; wegen der Federn. Hmm... wir sollten auch überlegen, in einem anderen Zimmer zu schlafen. Ich wende mich um, gehe ein paar Schritte, wo der Schlafbereich in einen halböffentlichen Bereich übergeht. Auf dem Fenstersims zu meiner Rechten liegt ein Buch von mir. Curd Jürgens erscheint. Er trägt einen breitkrempigen Panama-Hut. Etwas murrend bittet er mich, ihm ein Buch zu leihen. Ich nehme mein Buch von der Fensterbank – ein Rätselheft; vielleicht Sudoku. Ich spüre eine gewissen Unwillen, denn eigentlich möchte ich ja die Rätsel lösen. Aber komm, ich will nicht geizig sein und sage: „Wenn Sie mögen, dürfen sie auch einige der Rätsel in dem Buch lösen.“ Curd Jürgens greift das Buch wortlos und wirft während des Fortgehens ein durchsichtiges Deckelchen gleichgültig fort, dass wohl beim Buch dabei war. Ein so geringschätzender Umgang mit den Dingen ärgert mich und bringt eine Situation in Erinnerung, in der er seinen Sohn sehr streng behandelte. Autoritär, keinen Widerspruch erwartend sage ich: „Aufheben!“ Er schaut mich empört an und ich erkläre: „So machten Sie es vorhin mit ihrem Sohn! Ich darf das jetzt nicht? Das schätze ich gar nicht. Also, machen Sie!“ Die Situation löst sich auf.

Etwas weiter draußen, vielleicht in einem abgelegenen Eingangsbereich des Hotels. Eine Frau sitzt im Halbdunkel auf ihrem Gepäck und erzählt, ihr Mann, er heißt Zen Null, habe ungewöhnlich gute Augen. Ich solle doch mal ihre Zähne anschauen. Ganz nahe trete ich ran. Ach, ich habe ja gar keine Brille auf, da seh ich doch eh nix. Zu meiner Überraschung sehe ich doch klar, nämlich die unterschiedlichen Farben des Zahnschmelzes und auch feine weiße Flecken. Sie sagt, ihr Mann habe noch etwas erkannt. Ob ich es auch erkennen und benennen könnte. Hmm hmm... Ah ja! Ihre Zähne weisen feine Längsrillen auf. Ich rufe überrascht: „Das sieht wie beim Fingernagel aus!“
„Ja!!“ sagt sie. Es ist wie ein großer Treffer. Die Frau wirkt dann doch etwas verblüfft, weil ich wie Zen Null den gleichen Vergleich mit den Fingernägeln brachte.

9
Jan
2008

Augen auf!

Traum:
'Thanatophobia' von Traumzeit Der Weg, ein schwarzes Asphaltband, führt durch völlige Finsternis, durch einheitliche Schwärze. Ich spüre Dinge, ohne diese erfassen zu können. Es beunruhigt oder ängstigt mich, was aber nur unterschwellig ins Bewusstsein dringt. Mit ausgestreckten Händen vorantastend überlege ich ängstlich, was mir entgegenkommt, was meine Finger berührt… Da fällt mir ein, ich könnte die Augen öffnen. Oh ja, das war eine gute Idee. Der Asphaltweg erweist sich als ein Fließband, das sich in meine Richtung bewegt. Ich stehe mit ausgestreckten Händen davor. Die Dinge auf dem Fließband streifen meine Hände. Nun ist ersichtlich, was mich ängstigt: ein gelber Schleierschal und eine leere Toastbrottüte. Alles alltägliche Dinge, wie beruhigend.

27
Dez
2007

Die Blinde auf der Liegewiese

Traum:
Wir öffnen, den Gang im Badebetrieb folgend, die Tür zum Liegewiesen-Raum. Die Tür lässt sich nicht ganz öffnen, denn von innen, direkt davor, liegt eine Blinde auf dem Badetuch. Mir kommt es vor, als sei sie übernatürlich groß, was aber – wenn ich ihre Größe mit anderen Dingen und anderen Menschen vergleiche – nicht so sein kann. Ihre Augenpartie in Großaufnahme. Ihre Augen sind geschlossen. Es sind nur winzige Hautöffnungen, einem verheilenden Einstich (wenige Millimeter Durchmesser) ähnlich. Die winzigen Lidränder wirken eher wie Wundränder mit Schorf. Da sie selbst es nicht erkennen kann, sage ich: „Sie müssen sich etwas weiter von der Tür entfernt einen Platz suchen. Wir können die Tür ansonsten nicht ausreichend öffnen.“ Sie zeigt sich widerwillig, aber ich bleibe dabei, bis sie weiterrückt. Dann breite ich unser Handtuch neben ihrem aus und setze mich. Lasse meinen Blick schweifen, überprüfe, wie viel Platz sich die anderen Badegäste nehmen. Ich selbst will mich nicht übertrieben breit machen. Mike und Moina sehe ich am Rande der Liegewiese sitzen – im Schatten hoher Bäume. Bald werden sie sich zu mir gesellen.. Unser Portemonnaie liegt zwischen den Badesachen. Ich will mich mit Mike einigen, wer die Verantwortung dafür übernehmen wird. Vor mir sitzt mein Ex-Schwager. An der Innenseite meines rechten Knies habe ich eine kleine kreisrunde Wunde, mit verschorften Rändern. Während ich vorsichtig daran kratze, fällt mir ein, dass ich gleich aufstehen und das Badetuch – das mir noch um meine Schultern liegt – fallen lassen muss. Mir wird mein jugendlicher Körper bewusst und ich erinnere mich an den Bikini, den ich trage – aus der Jugendzeit könnte er sein. Na, das ist mir alles unangenehm. Mein Eindruck ist allerdings, dass es unausweichlich ist und ich da einfach durch muss.

Verwandter Traum:
Nasse Wimpern

15
Okt
2007

Der Blinde und der Schlüssel

Traum:
Ein Blinder – 50 bis 60 Jahre alt, grauer Geschäftsanzug, stattliche Größe – stürmte bereits mehrmals den Betrieb, um Dinge einzufordern, auf die er kein Anrecht hat.

Dieses Mal fordert er den Schlüssel zu weiter reichenden Räumen. Das wäre sicher nicht im Sinne der Vorgesetzten, denn der Zutritt ist einige ausgewählten Personen vorbehalten. Dort soll nicht ein jeder hingehen, der hier mal vorbei kommt. Erstaunlich finde ich allerdings, dass er von diesem Schlüssel weiß! Ehe er sich selbst den Schlüssel nehmen kann, greife ich diesen und werfe ihn mit einem Schwung hinter ein Pult. Sicherheitshalber schiebe ich ihn noch direkt an die Wand, damit der Blinde nicht dahinter kommt. Der Schlüssel – womöglich ein Schlüssel aus geflochtenem Draht – fällt geräuschlos zu Boden. Der Blinde ist ausgesprochen feinfühlig und merkt auf, hält mit offenem Mund inne und lauscht. Auch ohne Augenlicht erkennt er, was hier gerade geschehen ist. Mit ungläubigem und empörtem Gesichtsausdruck richtet er sich zu voller Größe auf und sagt, ich solle ihm den Schlüssel sofort geben! Was auch immer ich jetzt tue, er wird den Schlüssel früher oder später eh erlangen. Wird ihn mit seinem Blindenstock erfühlen und dann unter den Tisch krabbeln, um den Schlüssel an sich zu nehmen.

25
Aug
2007

Die Sicht verschwimmt

Traum:
Dunkelgraue Dämmerung liegt über dem Rund der weiten Landschaft, das fern am Horizont von den Häusern des Stadtrandes gesäumt wird; rundum. Angestrengt versuche ich, die Gebäude klarer zu erkennen – begleitet von einem gequältem Gefühl im Bauch. Dann geschieht das Gegenteil des Erwünschten: die Konturen verschwimmen zu einer grauen Masse. Es ist als senke sich eine Licht absorbierende Glasglocke über das Land – rundum am Horizont abschließend. Das quälende Gefühl im Bauch schwillt an, leise Verzweiflung darüber keimt auf, dass der Versuch klaren Erkennens zu seinem Gegenteil führt.

7
Aug
2007

Ballonkopf

Traum:
In einem halbdunklen Raum treffe ich auf Cleo. Sie trägt – ähnlich einem Taucherhelm – einen aufgeblasenen durchsichtigen Wasserball über dem Kopf. Ich bin etwas besorgt, denn mir scheint der Ball nicht prall genug zu sein! Ich weiß aber, dass die Atmung nur dann funktionieren kann, wenn der Druck hoch genug ist! So puste ich durch das Ventil, das leider immer wieder einen Teil der Luft entweichen lässt. Jedoch meint Cleo, es sei gar nicht wegen der Atmung so wichtig – dafür sei es ausreichend – , sondern in erster Linie wegen ihrer Sicht durch die Ballhaut! Eine zu geringe Oberflächenspannung führe zu einer getrübten Sicht. Sie nickt zufrieden – jetzt ist alles okay!

20
Jul
2007

Schwere Potterbrille verzerrt die Sicht

Traum:
Marek tritt aus einer kleinen öffentlichen Bretterbude. Ganz klar, dort drinnen ist ein Ausschank. Es ist offensichtlich, dass Marek angetrunken ist. Das typische schlaffe Grinsen mit den nassen Mundwinkeln. Er trinkt also wieder... ich spüre eine ermüdende Resignation aufsteigen. Es tut mir leid, und ich denke an seine Frau und wie es ihr damit wohl gehen mag, mit dieser Wahrheit konfrontiert zu werden. Sicherlich ist das alles nicht so einfach.

Ich wechsele einige Worte mit Marek, gehe in meine halboffene Wohnung und erzähle von meinem alltäglichen Leben. Er zeigt sich daran interessiert. Nebenher räume ich Moinas Spielsachen zusammen. Unter anderem einige fertig zusammengesetzte Puzzles, die ich als Ganzes in die Schachteln zurücklegen will. Jedoch scheinen sie weniger stabil als üblich zusammenzuhalten. Jedenfalls brechen unter Mareks Blick die ersten Teile weg. Ja, mehr noch, ich spüre, wie alles wieder in seine Einzelteile zerfallen will. Haltlosigkeit! Wahrscheinlich lenkt mich Mareks Gegenwart zu sehr ab. Besser ist, ich mache diese Sache nachher allein und in aller Ruhe.

Später gehen wir hinaus und treten in einen kleinen sonnigen Innenhof. Dort steht Mareks Fahrzeug. Er will sich auf den Heimweg machen. Seine Brille, die er beim Fahren trägt, liegt noch auf dem Tisch. Ich nehme sie, will sie probehalber aufsetzen. Das Gestell ähnelt der Brille von Harry Potter – ist allerdings größer und wuchtiger. Fast so wie eine Testbrille beim Augenoptiker. Sie liegt schwer auf der Nase und... OJE! Die kreisrunden Brillengläser sind von enormer Dicke und leicht bräunlich getönt, Sie verzerren die Sicht kreisförmig und verengen sie röhrenartig. Die Sicht ist dramatisch schlecht. Ich sähe weit mehr, wenn ich durch den Boden meines Teeglases schaute. Ich bin sehr erschüttert und sage zu Marek: „Damit kannst Du unmöglich ein Fahrzeug lenken! Man sieht fast nichts mehr!“ Doch er schaut mich gelassen an. Er trägt die Brille schließlich immer.

15
Mai
2007

Verschwommen

Traum:
Wir spazieren eine Lindenallee entlang. Eine alte Bekannte muss zur Toilette und sie bittet mich, ihr den Weg zu zeigen. Ich passiere die Straße, finde mich dann aber von einer Reihe von Sträuchern wieder, die den Weg zu den öffentlichen Toiletten behindern. Anfangs denke ich noch, ich müsse nur den richtigen Durchschlupf finden, um bald darauf festzustellen, dass es den Weg gar nicht mehr in dieser Form gibt.

Gemeinsam mit anderen Schwimmern auf dem Weg zu einem Gewässer – vielleicht eine Meeresbucht oder ein großer See. Die Galeristin geht am schnellsten. Sie ist eine begeisterte Schwimmerin und taucht als erste ab, noch ehe ich mich umziehen konnte. Als sie wassertriefend und schweratmend zurückkehrt, sagt sie: „Nun habe ich mich genug warmgeschwommen und bin bereit für das kühle Wasser.“ Mit diesen Worten streift sie ihren Neoprenanzug bis über die Schultern runter und stürzt mit einem Hechtsprung erneut in die Fluten. Dabei fallen mir ihre fleischigen unrasierten Waden ins Auge. Etwas wundersam ist, dass sie ins Wasser springt, und dabei gleichzeitig aus dem Neoprenanzug herausschlüpft, wie eine sich häutende Schlange.

Ich will nun auch ins Wasser! Anfangs zögerte ich wegen des kalten Wassers. Während des Gehens spüre ich die Blicke der anderen Frauen im Rücken. Ob sie wissen, wie alt ich bin? Allerdings muss ich erst einmal überlegen. Es dauert einige Momente, bis ich mich erinnern kann. Und sind es nun 45, 46 oder 47 Jahre?

Als ich am Wasser ankomme, sehe ich einen athletischen Schwimmer seine Bahnen ziehen. Er trägt einen einteiligen Latexanzug in blassem Weinrot. Ebenso sieht seine Badehaube aus. Dazu trägt er eine schwarze Schwimmbrille. Seine Schwimmzüge sind enorm kräftig und falls ich ihm in die Quere käme, drückten mich seine Bewegungen vermutlich unter Wasser, ohne dass er es bemerkte. Um einen Konflikt zu vermeiden, werde ich mir von Anfang an eine andere Bahn suchen.

Das Wasser ist erstaunlich sonnenwarm!! Aber das Wasser ist auch noch ziemlich seicht. Nach wenigen Schwimmzügen muss ich leider feststellen, dass die Wasser-Leitung den Stöpsel gezogen hat. Das Wasser wird – wie immer zum Feierabend – aus dem Gewässer abgelassen. Das ist vielleicht ärgerlich!! Hätte ich das gewusst…! So hält das Vergnügen nur kurz an.

Nach dem Umkleiden durchquere ich einen Saalbereich zwischen Toiletten und dem Flur in Richtung Strand. Der Gastwirt kommt mir entgegen. Er ist in Eile, trägt ein Tablett voller Speisen und Getränken… – der Laden brummt. „Ach bitte, öffnen Sie doch die Türen zum Esssaal!“, ruft er mir hinterher. Na klar, das mache ich gerne. Gleich werden die Schwimmer kommen, die sich sicherlich schon auf das Essen freuen. Zu blöd ist, dass ich nicht klar gucken kann. Das was ich sehe, ist verschwommen, so als habe man zwei gleiche Bilder ein wenig verschoben übereinander gelagert. Entweder führt mein Weg gegen eine Wand ohne Tür. Oder ich sehe eine Tür, aber es gibt keinen Weg dorthin! So versuche ich es auf gut Glück. Und siehe da – das klappt!
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