Zeitgeist

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Aktuelles

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Männer

9
Okt
2008

Behaarte Männerbrust

Traum:
Ich sitze mit lang ausgestreckten Beinen auf dem Fußboden. Links neben mir sitzt ein Mann mit goldblondem Lockenhaar; rechts von mir ein dunkelhaariger, jüngerer Mann. Obwohl auf dem Fußboden sitzend, ist es ähnlich, als hätten wir uns in einem Bett aufgesetzt. Ich sorge dafür, dass der Goldlockige viele Streicheleinheiten und Küsse bekommt – es ist meine Pflicht, für sein Wohlergehen zu sorgen. Bei dem jungen Mann mit den dunklen Haaren bin ich etwas zurückhaltender. Nach einer Weile bin ich damit durch – habe ausreichend Zärtlichkeiten gegeben, der Mann ist zufrieden.

Ich weiß nicht, wie und warum... jedenfalls finde ich mich auf dem hellhaarigen Mann liegend wieder. Ich habe sein Oberhemd aufgeknöpft, tauche mit dem Kopf ein und bedecke seine goldlockig behaarte Brust mit vielen warmen Küssen. Es ist so schön, ich mag gar nicht mehr aufhören. Völlig enthemmt gebe ich mich hin – es ist einfach wunderbar. Er hebt den Kopf, beginnt mich zu küssen. Schon bald beschwert er sich bei dem jungen Mann darüber, dass ich meinen Mund nicht aufmache und das Küssen so wenig lustvoll sei. Erst jetzt wird mir bewusst, dass ich meinen Mund auch nicht öffnen will, denn so nahe will ich ihn jetzt nicht ranlassen. Gleichzeitig fühle ich mich nun von ihm abgelehnt.

5
Sep
2008

Die Liebe, die Liebe...

Traum:
Ein inniges Gespräch mit Valerian. Wieder mal geht es um die unerwiderte Liebe. Wortreich erzählt er mir, welche Gefühle er seiner Herzdame entgegenbringt und wie viel Verständnis er für ihre an sich unverständlichen Reaktionen hat, da er so gut um ihre Probleme weiß. Dennoch ist ihm nicht nachvollziehbar, warum sie einfach nicht bemerkt, wie viel Gefühle, wie viel Liebe er ihr gibt! Ich wiederhole mich – ungern, aber seine Ausführungen, zig mal wiederholt, fordern mich geradezu heraus und ich sage: „Sie kennt nur sexualisierte Liebesbezeugungen, hat nie anderes in ihrem Leben erfahren. Deshalb erkennt sie Deine allumfassende Liebe nicht. Für sie ist es, als existiere diese gar nicht.“

Wieder beginnt er wortreich zu erzählen, wie viel und welcher Art sein Verständnis und Mitgefühl für sie ist und...
Ich unterbreche ihn: „Lass doch mal Dein Verständnis für einige Augenblicke sein und gehe mit der Aufmerksamkeit zu Dir. Wie fühlt sich das für Dich an, dass Deine Liebe keine Erwiderung findet? Wie fühlst Du dich damit, mit Deinen Gefühlen nicht gesehen zu werden?“
Mein Eindruck ist nämlich, dass er sich mit all den verständnisvollen Gedanken – die ihn zudem ehrenwert erscheinen lassen – erfolgreich von seinem eigenen tiefen Schmerz ablenkt.

21
Aug
2008

Industriefachwirt mit Saunatuch

Traum:
[...] Wir müssen das Feld räumen. Es gibt einen Ruheplatz in dem großen, öffentlichen Haus: in einer Nische zwei einander gegenüberliegende Bänke mit Sitzkissen. Ich nehme Platz. Alexander neben mir. Er beginnt, eine Geschichte vorzulesen. Alles ist gut.

Nur wenig später erscheinen zwei Altherren von stattlicher Erscheinung. Nur mit einem Saunatuch um die Hüften gewickelt, nehmen sie auf der Bank gegenüber Platz. Nanu, so leger die Herren?! Fast nackt, könnte man sagen. Hoppala, einen der Beiden kenne ich doch vom Sehen? Na klar, das ist doch der Industriefachwirt! Erfreut, ein bekanntes Gesicht zu sehen, begrüße ich ihn: „Guten Abend!“ Darauf nickt er höflich und ebenso erfreut. Eine nette und belebende Begegnung, die sich so genügt.

Erst jetzt bemerke ich das junge Paar, das rechts neben mir sitzt. Beide sind in schwarze Kluft gehüllt. Die Frau sitzt bei dem Mann auf dem Schoß. Sie ist so mager, dass sie fast wie verschmolzen mit ihm wirkt, so verschwunden ihr Körper in dem Stoff seiner Kleidung.

Wir nehmen erneut Platz in der Ruhezone – woanders als eingangs. Alexander möchte eine Geschichte vorlesen. Ich mache es mir gerade auf einer Liege gemütlich, als der Industriefachwirt – wieder mit Saunatuch – erscheint und genau hier Platz nehmen will, was durch mich verhindert wird. Ich deute an, den Platz zu räumen, doch er signalisiert mit höflichen Lächeln, dass er sich einen anderen Platz suchen wird. Wenige Schritte hinter mir, auf einem Stuhl an einem altmodischen Cafetisch, nimmt er Platz und schlägt seine Zeitung auf. Das Rascheln des Papiers empfinde ich als ziemlich behaglich.

3
Jul
2008

Teufelsweihrauch!

„Teufelsweihrauch!“ Das ist anfangs die einzige Erinnerung an die vergangene Traumnacht. Doch wo ist der Traum? Nach einigen Augenblicken bewegungsloser Offenheit taucht eine Traumerinnerung auf:

Unterwegs mit einem öffentlichen Verkehrsmittel. Das Wageninnere gleichzeitig ein immobiler Raum in mürbem Weiß. Ein Weiß wie das von häufig gewaschenen und gebügelten Baumwolltüchern. Links von mir eine dunkelhaarige männliche Person. Wir stehen so nah beieinander, dass ich ihn nicht betrachten kann. Seine Hand liegt voller Sanftheit auf meinem linken Schulterblatt. Ich spüre eine deutliche Anziehungskraft, zögere aber noch, dieser zu erliegen. Sollte ich nicht zuerst einmal anschauen, mit wem ich es zu tun habe, ehe ich mich anlehne? Ich bemerke unbenennbare Veränderungen von seinem Arm ausgehen. Ich weiß nicht, aber vielleicht sind sie der Auslöser... Ich lehne mich an ihn und es ist außerordentlich wohltuend und entspannend. Verkrampfungen, jegliche Anstrengung fällt von mir. Mit sanftem Druck zieht er mich an sich – vielleicht seine Antwort auf mein Anlehnen. Und dies alles, alles alles in mürbem Weiß... Wir wollen uns vereinen. Möglich, dass der Busfahrer damit nicht ganz einverstanden ist. Wichtig aber für uns ist: eine ungehinderte Vereinigung. Wir brauchen keine Erlaubnis, sondern nur einen ungestörten Ort. Alle Bewegungen sind so sanft, zart, liebevoll und fließend... schweigend, Verstehen ohne Worte. Ich fühle mich aufgehoben und angekommen.

... eine zur Schale gewölbte Hand ist mit einem Häufchen Farbpigmenten, wie gebrannter Ton, gefüllt. Diese Farbe... ihr wurde Form gegeben, damit sie diesen Traum umhüllen kann.

Notiz:

Angesichts der Wärme der vergangenen Nacht bin ich wohl der Satansbraten, der geschmort wurde.

21
Jun
2008

Harry Hoods Narrenglöckchen

Traum:
Eine Veranstaltung in einer kleinen Holzhütte. Einige Stuhlreihen vor einem kleinen Podium. Alle Plätze sind besetzt. Auf der Bühne findet eine Vorstellung statt. Ich sehe mich völlig unvermittelt in diese Szenerie hineinversetzt und muss mich erst einmal orientieren. Doch da schellt es hinter meinem Rücken!

Ich schaue mich um. Hinter mir, auf der Lehne seines Stuhles sitzend, Robin Hood mit dem Kopf von Harry Potter. Seine knabenhaften Beine stecken in zwei verschiedenfarbigen, enganliegenden Hosenbeinen: tannengrün und olivgrün. Ich hörte ihn sagen, dass er die letzten Sätze der Akteure nicht verstanden hat und deshalb um eine Wiederholung bittet. Doch niemand reagierte darauf, woraufhin er erzürnt das Narrenglöckchen, das er eben als Trillerpfeife verwendete, zu Boden pfefferte.

Zwei wohlbeleibte Kumpane in Mittelalterkleidung, einer von ihnen mit Vollbart, stehen am Rande des Gestühls. Sie greifen den Zorn des Harry-Robin Potter-Hood wie einen Spielball auf und werfen einander unter bärigem Grölen zwei leere Revolvertaschen zu. Es sind Revolvertaschen aus festem, weinrotem Leder, mit naturfarbenem Lederfaden verziert. Ein intensiver Ledergeruch liegt in der Luft. Diese lautstarke Vorstellung der drei Männer, die eher an Standup-Comedy denken lässt, soll wohl die Aufmerksamkeit aller auf sich lenken. Doch der nun schmollende Harry Hood wirkt so natürlich, dass ich Zweifel bekomme. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass nur die beiden bärigen Typen diese Gelegenheit nutzen, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Gehören die drei Männer zusammen oder nicht? Wie auch immer... ich halte es für besser, sie gleich von Beginn an zu ignorieren, sonst geht das nämlich die ganze Zeit so weiter und wir kriegen von der eigentlichen Vorstellung auf der Bühne nichts mehr mit. ...

Abrupt geweckt worden.

11
Jun
2008

Runzelige bleiche Männerfinger

Traum:
Zwei Gebrauchtwarenhändler durchsuchen meine ausrangierten Dessous nach Brauchbarem. Eine Klarsichtsack haben sie inzwischen vollgestopft. Den zweiten befüllen sie gerade. Ich gehe näher, will doch mal schauen, wofür sie sich interessieren. Mich wundert es echt, was sie noch alles verkaufen wollen. Der dunkelgrüne Slip beispielsweise ist schon ziemlich abgenutzt. Ich meine sogar, ein kleines Loch darin entdeckt zu haben.
Und überhaupt wirken die Typen doch auch ein wenig zwielichtig. Ob wirklich alles mit rechten Dingen zugeht? Vielleicht sollte ich doch besser darauf achten, dass sie mir nicht Sachen aus dem Kleiderschrank stibitzen, die ich noch behalten möchte. Wer weiß, was mitten in den Sack verborgen liegt?

So spreche ich einen der Beiden an. Er ist ein blonder, knabenhafter Typ, mit leicht anbiederndem Verhalten. Seine Haut ist ganz bleich.
Mit strenger Stimme frage ich: „Sie nehmen auch wirklich nur von den ausrangierten Dingen?“
Als Beweis seiner Ehrlichkeit schaut er mir unablässig in die Augen, damit ich ihm in die Augen sehen und erkennen kann, dass er stets die Wahrheit sagt.
Jaja, solche Ablenkungsmanöver kenne ich! Das lernt ein Verkäufer doch als erstes. Das sagt doch gar nichts! „Reichen Sie mir doch bitte mal Ihre Hände.“
Er streckt sie mir entgegen. Sie sind ganz schmal, ganz bleich und vor allem ganz runzelig, so als haben seine Finger zu lange in warmem Wasser gebadet.
Mit geschlossenen Augen, mit den Fingerspitzen spürend, ertaste ich seine Finger...

Notiz:
Spannend, dass hier ein Symbol aus jenem Traum aufgegriffen wird, mit dem ich gerade für mein nächstes Traumklingklang beschäftigt bin.

6
Jun
2008

Freunde verloren

Traum:
Wien. Eine Reihe von Menschen, die mir in den letzten zehn Jahren mehrfach begegnet sind, kommen in einem großen Haus zusammen. So viele Menschen geben den Räumen angenehme Wärme und Gemütlichkeit.

Hier, in diesem Raum, ist eine Gruppe aus dem Kindergarten. Anette ist auch dabei. Einige jugendliche Schülerinnen stürmen hinzu. Verwundert frage ich Anette: „Das sind doch Deine, oder?“ „Jaja“ antwortet sie gleichmütig. Währenddessen fällt mein Blick auf ihre Waden, die ganz bleich und wohlrund ausschauen; kräftiger als ich sie in Erinnerung habe. Dabei überlege ich, welch eine Freiheit dieser Job für Anette mit sich bringt. Sie kann während ihrer Arbeitszeit zu einem Treffen gehen, nimmt die Anvertrauten einfach mit und bucht das unter Klassenausflug.

Ich will mich umziehen, gehe in eine angrenzende Rumpelkammer. Diese wurde von dem Hausherrn aus heutigem Anlass für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Ich schließe von innen ab, was ungewöhnlich ist, denn in diesem Haus werden normalerweise keine Türen verschlossen. Aber ich bin ja ein Gast! Außerdem habe ich gerade meine Hand in die Hose geschoben und zwischen warme Haut gleiten lassen Ich überlege, es mir auf dem Bett bequem zu machen. Allerdings trage ich schwarze Stiefel mit Plateausohle und wenn ich nun einen Fuß auf das Bett stellen wollte... Ach nein, das alles ist mir zu umständlich für diese kleine Entspannung, die ich anstrebe. Außerdem könnte entstehende Geräusche nach außen dringen. Da sehe ich, dass Hartmut durch das ungewöhnlich große Schlüsselloch hereinschaut. Sein Gesicht ist deutlich zu erkennen. Vergeblich versucht er die Tür zu öffnen und sagt zu Anette: „Hier wird nie abgeschlossen!!“ So rufe ich ihm zu: „Aber ich bin doch ein Gast!“

Kurz darauf gehe ich unverrichteter Dinge wieder raus aus der Kammer, zu einer Durchreiche hin. Hartmut steht dort, auf der anderen Seite. Ich strecke meine Hand aus, um seine Wange zu streicheln. „Er zuckt zurück und sagt abweisend: „Lass es, ich will das nicht!“ In diesem Augenblick bin ich selbst ganz erschrocken über mein forsches Vorgehen und etwas peinlich berührt. Ich bedauere das auch und sage zu ihm: „Wir könnten doch wieder Freunde werden?!“ Oder steht da irgendetwas zwischen uns, von dem ich nichts weiß? Nochmals versuche ich, sein Gesicht zu berühren. Er zuckt erneut zurück und ich spüre sehr stark, dass ihm meine Berührung äußerst unangenehm ist.

Genau in diesem Augenblick geht Maurin hinter Hartmuts Rücken vorbei. Er kommt mit einem gefüllten Servierteller aus dem Küchenbereich, wo er gerade eine Speise zubereitet hat. Er hat diese Situation beobachtet und schaut ob meines Verhaltens missbilligend zu mir herüber. Ganz deutlich zu merken, dass er innerlich mit mir abgeschlossen hat. Ich spüre im gleichen Moment mein Gesicht ganz hell vor Freude werden, denn ich ahnte nicht, dass er hier ist. Wie schön! Ich gehe offen auf ihn zu, will ihn zur Begrüßung umarmen und auf die Wange küssen. Er reagiert sehr zurückhaltend, widerstrebend... Habe ich, ohne es zu wissen, einen Freund verloren? Traurigkeit...

Wenig später kommt Hartmut, nimmt mich entschlossen an die Hand. Wir gehen los, hinaus, in die nächtliche Stadt hinein. Dabei zieht er meine Hand auf sein heißes Geschlecht. Wie jetzt? Vorhin widerte ihn meine Annäherung noch an? Ich schaue ihn fragend an. „Das ist ja auch etwas ganz anderes!“ sagt er voller Wärme in seiner Stimme.

4
Jun
2008

Schläfrigkeit und Fleischeslust

Traum:
Im Halbschlaf bekomme ich mit, dass ein Freund von uns, der diese Nacht bei uns schlief, sich langsam auf den Weg machen will. Ich bin unendlich müde und ziehe mir die Decke über den Kopf. Unser Freund wird ja wohl nicht jetzt gleich gehen?! Ich möchte ihn nämlich gerne noch einmal sehen.
Na, die Sache ist mir doch zu unsicher. So schaffe ich mich schwerfällig aus dem Bett und wanke schlaftrunken, mit noch fast geschlossenen Augen, in das Kinderzimmer der Älteren. Durch die schwer hängenden Augenlider werfe ich einen Blick auf mein Nachtgewand, um mich zu vergewissern... Aha, das blaue bodenlange Nachthemd mit dem weißen Punkten also. Darüber ein Morgenmantel aus ebenso blauem Stoff, allerdings mit floralen Ornamenten gemustert. Na, ich hätte nicht vermutet, dass ich richtig aufwendig gewandet bin. Aber umso besser.

Mike sitzt auf einem Stuhl am Fenster, ich setze mich neben ihm auf einem Stuhl, der neben dem Bett steht, in dem unser Freund schlief. Ach, wie schade... da ist er wohl doch schon fort... Einschlafend sacke ich zur Seite ins Federbett. Dabei schiebt sich meine rechte Hand unter die Bettdecke. Oh, es ist ja noch ganz warm hier. Spüre ich nicht sogar einen warmen Körper? Hey, ist unser Freund vielleicht doch noch da? Da rührt sich doch was? Ich taste nochmals... Da setzt sich unser Freund auf. Ich habe ihn geweckt. Oh, das wollte ich nicht. Vor Müdigkeit bleibe ich einfach so liegen und döse weg. Erst als unser Freund aufsteht und sich auf den Weg ins Bad macht, stehe auch ich auf und versuche wach zu bleiben. Ich begleite ihn. Er fragt, ob es hier einen Fön gibt. Oh ja, ich kann ihm meinen leihen! Dabei habe ich den silber-schwarzen Fön vor Augen, den ich nie verwende. Ich will ihn gleich holen.

Wir durchqueren die Küche und gehen ins Bad. Hier liegt allerhand herum. Im Regal über einer weißen Kommode sehe ich lauter Wattebällchen. Es hat so etwas aufgeräumt Chaotisches, womit ich mich richtig wohl fühle. Mein Vater tritt mit ernster Haltung ein und fragt, ob jemand in der Küche genascht habe. Naja, der Freund hat sich wohl ein Stückchen Gyros genommen und in den Mund gesteckt. „Mahnend sagt mein Vater: „Bitte nicht naschen!“ Ja, na klar!

28
Mai
2008

Lehrerliebe

Traum:
Das Haus erstreckt sich über ein weites Feld. Bald beginnt der Tag mit seinen Pflichten. So will ich schnell noch zu dem Lehrer laufen, der auf der anderen Seite des Hauses wohnt. Seit längerer Zeit verbindet uns eine Liebesbeziehung.. Er ist ein konservativer, sehr ernsthafter Mann, nahe dem Pensionsalter; nur selten, dass er lacht. Ich schätze ihn sehr. So liegen wir nun in seinem Bett und kuscheln. Etwas zurückhaltend, wenig erotisch, doch sehr sinnlich und wohlig. Zwar verheimlichen wir unsere Liebe nicht, aber offiziell bekannt geben wir sie auch nicht. Es ist gut, so wie es ist.

Irgendwann sagt mein lieber Lehrer, es sei jetzt an der Zeit aufzustehen. Überhaupt hält er es nicht für besonders klug, unsere Beziehung in dieser Form fortzusetzen. Er steht auf, nimmt seinen großen Hund – dieser ist in die Tage gekommen und humpelt etwas, hat ein wundervolles kuscheliges Fell – und setzt ihn hinüber in ein heckenumkränztes, labyrinthartiges Gartenteil, damit er nicht überall herumläuft. Doch kaum steht der Hund auf seinen vier Pfoten, da schlüpft er schon durch eine schmale Öffnung in der Hecke wieder hinaus. Der Lehrer registriert das nicht, oder er lässt es sich einfach nicht anmerken, weil er zu müde ist, diesen Vorgang zu wiederholen.

Ehe ich mich von meinem lieben Lehrersmann verabschiede, erzähle ich noch schnell von den Konkaven. Wieder amüsiert mich die Tatsache, dass ich diesen Begriff kenne. Der Lehrer verdreht die Augen gen Himmel und wiederholt murmelnd „Konkav!“ Und schüttelt dabei geradezu fassungslos den Kopf. Dies erweckt in mir den Eindruck, der Begriff „Konkave“ werde nur von Dummköpfen gebraucht.

15
Mai
2008

Seine Gürtellinie

Viel geträumt, und fast alles vergessen.

Traumrest:
[...] Im nächsten Raum treffe ich - und das war wohl so gewollt – auf einen Bekannten. Auch wenn ich ihn nie zuvor sah, so kennen wir einander gut; freundschaftlich oder kollegial? In seiner Hand hält er eine DVD mit einem Kinderfilm und fragt mich, ob ich diese haben möchte. Dabei hält er die DVD mit weit hochgestrecktem Arm außer Reichweite. Erst jetzt, da ich direkt bei ihm stehe – ihn dabei mit meiner linken Körperhälfte berühre – erkenne ich seine wahre Größe! Mein Kopf reicht gerade bis über seine Gürtellinie. Sein Kopf ist richtig fern (zwei Meter vielleicht), als ich zu ihm aufschaue. Gönnerhaft schaut er auf mich herab. Ich habe wieder seinen Gürtel im Blick und mir kommt in den Sinn, dass ich die ideale Größe habe; ganz bequem könnte ich ihm einen bla.... – womöglich hat er es sogar darauf angelegt und er schaut mich deshalb so gönnerhaft an?? Aber nee, ach, was kann er für seine Größe und für meine geringe Größe, die nun zufällig zu solchen Verhältnissen führt. Allein so etwas von ihm zu denken, wäre reine Unterstellung. Aber trotzdem, trotzdem, trotzdem... Ich schaue in sein Gesicht... er wirkt so was von jovial... – ich bin nicht sicher, ob nicht doch...
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Diese Nacht träumte ich: Halbdunkel. Vor dem Hintergrund...
Marianne Masters - 2008/06/16 22:25
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Marianne Masters - 2008/06/12 22:32
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Marianne Masters - 2008/06/05 23:20

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