Außenspiegel

bessere alternative!!
hallo, ich bin vom team von http://www.123people.de...
lukas (anonym)
Ich bin in diesem Fall...
Ich bin in diesem Fall nicht nur heil rausgekommen,...
Traumzeit
Sehr beeindruckend wie...
Sehr beeindruckend wie der Traum durch Ihre Stimme...
walhalladada
Na,
da bin ich aber gespannt. *gg*
zuckerwattewolkenmond
Mit Deiner Vermutung...
Mit Deiner Vermutung liegst Du richtig. Die akustischen...
Traumzeit

Männer

21
Jun
2008

Harry Hoods Narrenglöckchen

Traum:
Eine Veranstaltung in einer kleinen Holzhütte. Einige Stuhlreihen vor einem kleinen Podium. Alle Plätze sind besetzt. Auf der Bühne findet eine Vorstellung statt. Ich sehe mich völlig unvermittelt in diese Szenerie hineinversetzt und muss mich erst einmal orientieren. Doch da schellt es hinter meinem Rücken!

Ich schaue mich um. Hinter mir, auf der Lehne seines Stuhles sitzend, Robin Hood mit dem Kopf von Harry Potter. Seine knabenhaften Beine stecken in zwei verschiedenfarbigen, enganliegenden Hosenbeinen: tannengrün und olivgrün. Ich hörte ihn sagen, dass er die letzten Sätze der Akteure nicht verstanden hat und deshalb um eine Wiederholung bittet. Doch niemand reagierte darauf, woraufhin er erzürnt das Narrenglöckchen, das er eben als Trillerpfeife verwendete, zu Boden pfefferte.

Zwei wohlbeleibte Kumpane in Mittelalterkleidung, einer von ihnen mit Vollbart, stehen am Rande des Gestühls. Sie greifen den Zorn des Harry-Robin Potter-Hood wie einen Spielball auf und werfen einander unter bärigem Grölen zwei leere Revolvertaschen zu. Es sind Revolvertaschen aus festem, weinrotem Leder, mit naturfarbenem Lederfaden verziert. Ein intensiver Ledergeruch liegt in der Luft. Diese lautstarke Vorstellung der drei Männer, die eher an Standup-Comedy denken lässt, soll wohl die Aufmerksamkeit aller auf sich lenken. Doch der nun schmollende Harry Hood wirkt so natürlich, dass ich Zweifel bekomme. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass nur die beiden bärigen Typen diese Gelegenheit nutzen, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Gehören die drei Männer zusammen oder nicht? Wie auch immer... ich halte es für besser, sie gleich von Beginn an zu ignorieren, sonst geht das nämlich die ganze Zeit so weiter und wir kriegen von der eigentlichen Vorstellung auf der Bühne nichts mehr mit. ...

Abrupt geweckt worden.

11
Jun
2008

Runzelige bleiche Männerfinger

Traum:
Zwei Gebrauchtwarenhändler durchsuchen meine ausrangierten Dessous nach Brauchbarem. Eine Klarsichtsack haben sie inzwischen vollgestopft. Den zweiten befüllen sie gerade. Ich gehe näher, will doch mal schauen, wofür sie sich interessieren. Mich wundert es echt, was sie noch alles verkaufen wollen. Der dunkelgrüne Slip beispielsweise ist schon ziemlich abgenutzt. Ich meine sogar, ein kleines Loch darin entdeckt zu haben.
Und überhaupt wirken die Typen doch auch ein wenig zwielichtig. Ob wirklich alles mit rechten Dingen zugeht? Vielleicht sollte ich doch besser darauf achten, dass sie mir nicht Sachen aus dem Kleiderschrank stibitzen, die ich noch behalten möchte. Wer weiß, was mitten in den Sack verborgen liegt?

So spreche ich einen der Beiden an. Er ist ein blonder, knabenhafter Typ, mit leicht anbiederndem Verhalten. Seine Haut ist ganz bleich.
Mit strenger Stimme frage ich: „Sie nehmen auch wirklich nur von den ausrangierten Dingen?“
Als Beweis seiner Ehrlichkeit schaut er mir unablässig in die Augen, damit ich ihm in die Augen sehen und erkennen kann, dass er stets die Wahrheit sagt.
Jaja, solche Ablenkungsmanöver kenne ich! Das lernt ein Verkäufer doch als erstes. Das sagt doch gar nichts! „Reichen Sie mir doch bitte mal Ihre Hände.“
Er streckt sie mir entgegen. Sie sind ganz schmal, ganz bleich und vor allem ganz runzelig, so als haben seine Finger zu lange in warmem Wasser gebadet.
Mit geschlossenen Augen, mit den Fingerspitzen spürend, ertaste ich seine Finger...

Notiz:
Spannend, dass hier ein Symbol aus jenem Traum aufgegriffen wird, mit dem ich gerade für mein nächstes Traumklingklang beschäftigt bin.

6
Jun
2008

Freunde verloren

Traum:
Wien. Eine Reihe von Menschen, die mir in den letzten zehn Jahren mehrfach begegnet sind, kommen in einem großen Haus zusammen. So viele Menschen geben den Räumen angenehme Wärme und Gemütlichkeit.

Hier, in diesem Raum, ist eine Gruppe aus dem Kindergarten. Anette ist auch dabei. Einige jugendliche Schülerinnen stürmen hinzu. Verwundert frage ich Anette: „Das sind doch Deine, oder?“ „Jaja“ antwortet sie gleichmütig. Währenddessen fällt mein Blick auf ihre Waden, die ganz bleich und wohlrund ausschauen; kräftiger als ich sie in Erinnerung habe. Dabei überlege ich, welch eine Freiheit dieser Job für Anette mit sich bringt. Sie kann während ihrer Arbeitszeit zu einem Treffen gehen, nimmt die Anvertrauten einfach mit und bucht das unter Klassenausflug.

Ich will mich umziehen, gehe in eine angrenzende Rumpelkammer. Diese wurde von dem Hausherrn aus heutigem Anlass für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Ich schließe von innen ab, was ungewöhnlich ist, denn in diesem Haus werden normalerweise keine Türen verschlossen. Aber ich bin ja ein Gast! Außerdem habe ich gerade meine Hand in die Hose geschoben und zwischen warme Haut gleiten lassen Ich überlege, es mir auf dem Bett bequem zu machen. Allerdings trage ich schwarze Stiefel mit Plateausohle und wenn ich nun einen Fuß auf das Bett stellen wollte... Ach nein, das alles ist mir zu umständlich für diese kleine Entspannung, die ich anstrebe. Außerdem könnte entstehende Geräusche nach außen dringen. Da sehe ich, dass Hartmut durch das ungewöhnlich große Schlüsselloch hereinschaut. Sein Gesicht ist deutlich zu erkennen. Vergeblich versucht er die Tür zu öffnen und sagt zu Anette: „Hier wird nie abgeschlossen!!“ So rufe ich ihm zu: „Aber ich bin doch ein Gast!“

Kurz darauf gehe ich unverrichteter Dinge wieder raus aus der Kammer, zu einer Durchreiche hin. Hartmut steht dort, auf der anderen Seite. Ich strecke meine Hand aus, um seine Wange zu streicheln. „Er zuckt zurück und sagt abweisend: „Lass es, ich will das nicht!“ In diesem Augenblick bin ich selbst ganz erschrocken über mein forsches Vorgehen und etwas peinlich berührt. Ich bedauere das auch und sage zu ihm: „Wir könnten doch wieder Freunde werden?!“ Oder steht da irgendetwas zwischen uns, von dem ich nichts weiß? Nochmals versuche ich, sein Gesicht zu berühren. Er zuckt erneut zurück und ich spüre sehr stark, dass ihm meine Berührung äußerst unangenehm ist.

Genau in diesem Augenblick geht Maurin hinter Hartmuts Rücken vorbei. Er kommt mit einem gefüllten Servierteller aus dem Küchenbereich, wo er gerade eine Speise zubereitet hat. Er hat diese Situation beobachtet und schaut ob meines Verhaltens missbilligend zu mir herüber. Ganz deutlich zu merken, dass er innerlich mit mir abgeschlossen hat. Ich spüre im gleichen Moment mein Gesicht ganz hell vor Freude werden, denn ich ahnte nicht, dass er hier ist. Wie schön! Ich gehe offen auf ihn zu, will ihn zur Begrüßung umarmen und auf die Wange küssen. Er reagiert sehr zurückhaltend, widerstrebend... Habe ich, ohne es zu wissen, einen Freund verloren? Traurigkeit...

Wenig später kommt Hartmut, nimmt mich entschlossen an die Hand. Wir gehen los, hinaus, in die nächtliche Stadt hinein. Dabei zieht er meine Hand auf sein heißes Geschlecht. Wie jetzt? Vorhin widerte ihn meine Annäherung noch an? Ich schaue ihn fragend an. „Das ist ja auch etwas ganz anderes!“ sagt er voller Wärme in seiner Stimme.

4
Jun
2008

Schläfrigkeit und Fleischeslust

Traum:
Im Halbschlaf bekomme ich mit, dass ein Freund von uns, der diese Nacht bei uns schlief, sich langsam auf den Weg machen will. Ich bin unendlich müde und ziehe mir die Decke über den Kopf. Unser Freund wird ja wohl nicht jetzt gleich gehen?! Ich möchte ihn nämlich gerne noch einmal sehen.
Na, die Sache ist mir doch zu unsicher. So schaffe ich mich schwerfällig aus dem Bett und wanke schlaftrunken, mit noch fast geschlossenen Augen, in das Kinderzimmer der Älteren. Durch die schwer hängenden Augenlider werfe ich einen Blick auf mein Nachtgewand, um mich zu vergewissern... Aha, das blaue bodenlange Nachthemd mit dem weißen Punkten also. Darüber ein Morgenmantel aus ebenso blauem Stoff, allerdings mit floralen Ornamenten gemustert. Na, ich hätte nicht vermutet, dass ich richtig aufwendig gewandet bin. Aber umso besser.

Mike sitzt auf einem Stuhl am Fenster, ich setze mich neben ihm auf einem Stuhl, der neben dem Bett steht, in dem unser Freund schlief. Ach, wie schade... da ist er wohl doch schon fort... Einschlafend sacke ich zur Seite ins Federbett. Dabei schiebt sich meine rechte Hand unter die Bettdecke. Oh, es ist ja noch ganz warm hier. Spüre ich nicht sogar einen warmen Körper? Hey, ist unser Freund vielleicht doch noch da? Da rührt sich doch was? Ich taste nochmals... Da setzt sich unser Freund auf. Ich habe ihn geweckt. Oh, das wollte ich nicht. Vor Müdigkeit bleibe ich einfach so liegen und döse weg. Erst als unser Freund aufsteht und sich auf den Weg ins Bad macht, stehe auch ich auf und versuche wach zu bleiben. Ich begleite ihn. Er fragt, ob es hier einen Fön gibt. Oh ja, ich kann ihm meinen leihen! Dabei habe ich den silber-schwarzen Fön vor Augen, den ich nie verwende. Ich will ihn gleich holen.

Wir durchqueren die Küche und gehen ins Bad. Hier liegt allerhand herum. Im Regal über einer weißen Kommode sehe ich lauter Wattebällchen. Es hat so etwas aufgeräumt Chaotisches, womit ich mich richtig wohl fühle. Mein Vater tritt mit ernster Haltung ein und fragt, ob jemand in der Küche genascht habe. Naja, der Freund hat sich wohl ein Stückchen Gyros genommen und in den Mund gesteckt. „Mahnend sagt mein Vater: „Bitte nicht naschen!“ Ja, na klar!

28
Mai
2008

Lehrerliebe

Traum:
Das Haus erstreckt sich über ein weites Feld. Bald beginnt der Tag mit seinen Pflichten. So will ich schnell noch zu dem Lehrer laufen, der auf der anderen Seite des Hauses wohnt. Seit längerer Zeit verbindet uns eine Liebesbeziehung.. Er ist ein konservativer, sehr ernsthafter Mann, nahe dem Pensionsalter; nur selten, dass er lacht. Ich schätze ihn sehr. So liegen wir nun in seinem Bett und kuscheln. Etwas zurückhaltend, wenig erotisch, doch sehr sinnlich und wohlig. Zwar verheimlichen wir unsere Liebe nicht, aber offiziell bekannt geben wir sie auch nicht. Es ist gut, so wie es ist.

Irgendwann sagt mein lieber Lehrer, es sei jetzt an der Zeit aufzustehen. Überhaupt hält er es nicht für besonders klug, unsere Beziehung in dieser Form fortzusetzen. Er steht auf, nimmt seinen großen Hund – dieser ist in die Tage gekommen und humpelt etwas, hat ein wundervolles kuscheliges Fell – und setzt ihn hinüber in ein heckenumkränztes, labyrinthartiges Gartenteil, damit er nicht überall herumläuft. Doch kaum steht der Hund auf seinen vier Pfoten, da schlüpft er schon durch eine schmale Öffnung in der Hecke wieder hinaus. Der Lehrer registriert das nicht, oder er lässt es sich einfach nicht anmerken, weil er zu müde ist, diesen Vorgang zu wiederholen.

Ehe ich mich von meinem lieben Lehrersmann verabschiede, erzähle ich noch schnell von den Konkaven. Wieder amüsiert mich die Tatsache, dass ich diesen Begriff kenne. Der Lehrer verdreht die Augen gen Himmel und wiederholt murmelnd „Konkav!“ Und schüttelt dabei geradezu fassungslos den Kopf. Dies erweckt in mir den Eindruck, der Begriff „Konkave“ werde nur von Dummköpfen gebraucht.

15
Mai
2008

Seine Gürtellinie

Viel geträumt, und fast alles vergessen.

Traumrest:
[...] Im nächsten Raum treffe ich - und das war wohl so gewollt – auf einen Bekannten. Auch wenn ich ihn nie zuvor sah, so kennen wir einander gut; freundschaftlich oder kollegial? In seiner Hand hält er eine DVD mit einem Kinderfilm und fragt mich, ob ich diese haben möchte. Dabei hält er die DVD mit weit hochgestrecktem Arm außer Reichweite. Erst jetzt, da ich direkt bei ihm stehe – ihn dabei mit meiner linken Körperhälfte berühre – erkenne ich seine wahre Größe! Mein Kopf reicht gerade bis über seine Gürtellinie. Sein Kopf ist richtig fern (zwei Meter vielleicht), als ich zu ihm aufschaue. Gönnerhaft schaut er auf mich herab. Ich habe wieder seinen Gürtel im Blick und mir kommt in den Sinn, dass ich die ideale Größe habe; ganz bequem könnte ich ihm einen bla.... – womöglich hat er es sogar darauf angelegt und er schaut mich deshalb so gönnerhaft an?? Aber nee, ach, was kann er für seine Größe und für meine geringe Größe, die nun zufällig zu solchen Verhältnissen führt. Allein so etwas von ihm zu denken, wäre reine Unterstellung. Aber trotzdem, trotzdem, trotzdem... Ich schaue in sein Gesicht... er wirkt so was von jovial... – ich bin nicht sicher, ob nicht doch...

13
Mai
2008

Meine Jugendliebe voller Sorge

Traum:
In einer Schmuckabteilung. Ich hocke vor einer Schmuckpräsentation am Boden und betrachte wohl seit längerer Zeit einige Schmuckstücke. Es sind Silberkettchen mit silbernen Anhängern, die weich gerundeten und in sich gewölbten Dreiecken nachempfunden sein mögen. Mitten drauf drei winzige Edelsteinchen eingelassen. Ich weiß nicht, welchen der beiden Anhänger ich schöner finden soll: den mit den klaren Steinchen oder mit den hellblauen. Ein wenig wundere ich mich über diese Situation, über meinen Geschmack, denn ich kann mich nicht erinnern, dass mich Schmuck dieser Art früher schon angesprochen hätte.

Im Off nehme ich das leise Gespräch zweier Verkäuferinnen wahr, die sich ziemlich geschafft vom Tag zeigen. Bald ist Feierabend. Ich sage zu ihnen, wie gut ich es nachempfinden kann, dass sie nun müde werden. Erfreut fragt mich eine der Beiden, woher mein großes Mitgefühl käme. So erzähle ich von meiner früheren Tätigkeit.

Gehe dann in ein privates Wohnzimmer. Dort treffe ich völlig überraschend auf meine Jugendliebe. Na sowas! Sein Gesicht ist sorgenvoll, unruhig läuft er im Zimmer auf und ab, wartet wohl darauf, dass sich eine Frau seiner Bitte annimmt. Als ich erfahre, dass er sich einen Traum deuten lassen will, merke ich auf, habe eine Idee, die mich sehr belebt, überlege und biete nach kurzem Zögern an: „Wenn Du möchtest, deute ich den Traum gemeinsam mit Dir. Kostenlos natürlich!“
Er mag das Angebot nicht annehmen, zögert und sagt etwas abwesend: „Ich weiß noch nicht...“
Ja klar, er kann ja drüber nachdenken. Ich spüre tief in mir das quirlige Verlangen, ihm dabei behilflich zu sein, mehr Klarheit über seine gegenwärtige Situation zu erlangen. Er hat übrigens seine Gitarre dabei, und auf dem Tisch liegen einige alte Kritzeleien oder Zeichnungen ausgebreitet. Auf einem Papier sehe ich ein „Hallihallo!“ in großen Wasserfarbenschwüngen geschrieben.

Die Begegnung ist sehr realistisch, intensiv.

11
Mai
2008

Duftendes Herzchakra und hautschonender BH

Traum:
In einem eher kleinen Zimmer treffe ich mit einem etwa vierzigjährigen Mann zusammen, der kürzlich aus Amerika anreiste. Ein schlanker Typ, mit Händen in den Hosentaschen, das grünbunte Oberhemd großzügig aufgeknöpft, darunter eine gebräunte, mäßig behaarte Brust, vor der ein silbernes Kettchen baumelt. Er trägt eine Pilotensonnenbrille mit Gläsern, die nach unten hin heller getönt sind. Seine dunklen Haare naturgewellt. Auffallend seine vage gespitzten Lippen, die dennoch entspannt wirken; sinnlich und wie etwas erwartend...

Einer von uns beiden nimmt eine fünfeckige Kupfermünze – die eigentlich eingesteckt werden sollte – an sich und wirft sie mit Nachdruck zu Boden. Der Mann schaut mich unlustig an und fragt: „Was soll das denn?“ Wir bücken uns beide gleichzeitig, um diese Münze aufzuheben und kommen uns für eine kurzen Moment etwas näher. Ich spüre sein Aufmerken, während wir uns wieder aufrichten. Fast tonlos stellt er fest: „Du riechst so gut. Darf ich Dich küssen?“ Meine bunte Bluse ist genauso weit aufgeknöpft wie seine. Da steckt er schon seinen Kopf zwischen den Stoff und schleckt und küsst meine Haut auf Höhe des Herzchakras – von dort verströmt sich der Duft. Er wirkt geradezu entrückt. Aber nun ist genug! Wir gehen wieder auf Distanz. Dabei bemerkt er, dass ich einen gelben Baumwoll-BH trage, der durch den dünnen Blusenstoff hindurchschimmert. Nüchtern stellt er fest: „Ein gelber BH... – das geht ja schon mal gar nicht.“ Kurz verspüre ich den Impuls, ihn aufzuklären; meine Erkrankung zu erwähnen, deren Behandlungsfolgen es notwendig machen, von sexy auf hautschonend umzusteigen. Dann aber denke ich, dass ihn das sicher gar nicht interessiert, halte es selbst auch für zu aufwändig, und verspüre eh keine Lust zum Erzählen. So lasse ich es einfach auf sich beruhen.

Zurück bleibt eine gewisse Traurigkeit. Gleichzeitig aber auch das Gefühl, dass ich mir nun endlich wichtig genug bin; und das fühlt sich richtig gut an.

6
Mai
2008

Nächte mit Schein

Traum:
Ein mehrtägiges Seminar geht dem Ende entgegen. Vielleicht hat es am Rande mit den Artisten (aus einem anderen Traum) zu tun. Dr. Schein und ich übernachteten während dieser Zeit gemeinsam in einem kleinen Zimmer – natürlich in getrennten Betten. Nun steht die letzte Nacht bevor und ich weiß ziemlich sicher... da ist etwas Unausgesprochenes zwischen uns. Ein sehr eindringliches Gefühl erzählt mir, dass Dr. Schein und ich die kommende Nacht gemeinsam in einem Bett verbringen werden. Wahrscheinlich wird es da zu weiteren Annäherungen kommen, denen ich nicht abgeneigt wäre. Oh, ach so... da fällt mir ein... Mike und ich waren ja überein gekommen, in Monogamie zu leben. Hm hm... Naja, aber den Schein will ich mir ja eigentlich auch nicht entgehen lassen. Da sollte mal eine Ausnahme möglich sein.

Notiz:
Vorgestern noch auf der Flucht, heute schon unter einer Decke??

20
Apr
2008

Schlimmer Finger

Traum:

Ich sitze auf der Straße - genauer gesagt, auf einem Streifen zwischen zwei Fahrbahnen. Der Himmel ist klar, aber es ist noch kühl an diesem Frühlingstag. So trage ich eine alte abgewetzte, billige Lederjacke über meiner Bauernkarobluse. Zwei Männer kommen hinzu. Fast möchte man meinen, es seien Vagabundierende. Einer von ihnen ist der Mann aus dem Traum zuvor : der Kollege von Mike. Wieder tiefe, andauernde Augenblicke zwischen uns... Allerdings sieht er jetzt etwas anders aus. Etwas gedrungener, die Haare dunkler, die Haut wettergegerbt, die Lederjacke vom Leben abgenutzt. Die beiden Männer wollen erst etwas später für einen längeren Aufenthalt zurückkehren. Der Kollege sorgt sich etwas und meint, es sei noch zu kalt, ohne Jacke zu sitzen. Worauf ich sage, dass ich eh vorhabe, meine Jacke erst später auszuziehen. Da nimmt der Kollege die obere Hälfte seines Daumens von der Hand und reicht sie mir einstweilen. Ich nehme das Stück. Die Männer gehen fort.

Oha, die Haut ist braunledrig, an der Abrisskante etwas fransig. Der blauschwarze Daumennagel halb abgerissen. Da muss was gemacht werden. Mit einer Nagelschere schneide ich das lose Stück ab. Darunter kommt ein Nagelrest zum Vorschein, der in klebrigem Wundsekret schwimmt. Ganz vorsichtig versuche ich, auch das Stück zu entfernen, was mir nicht vollständig gelingt. Als der Kollege zurückkehrt, teile ich ihm gleich mit, dass ich nicht alles entfernen konnte. Aber nein, das habe er auch nicht erwartet, kommt zur Antwort. Er streckt mir seine Hand entgegen. Dort, wo eigentlich der Zeigefinger sitzt, gähnt ein schwarzes Loch im Fleisch. Klar, ich soll ihm den Finger gleich direkt aufstecken, das fände er schön. Aber nein, das bringe ich jetzt doch nicht über mich! Ich reiche ihm den Finger in die ganze Hand. Er bemerkt sofort, dass ich immer noch die Jacke trage. "Ja, es ist immer noch zu kalt", antworte ich. Wieder treffen sich unsere Augen... lange... tief... Und da ist so eine Traurigkeit, so eine Sehnsucht...

Notiz:
Der eigenständige Daumen erinnert mich an ein Seminar. Stichwort: Kritik der reinen Vernunft.
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Traumzeit 3.0

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