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Freche Früchtchen

4
Okt
2008

Apfelfülle aus dem Himmel

Traum:
Frankfurt, Innenstadt. Unter freiem Himmel vor einem öffentlichen Gebäude stehend – aufrecht. Der Himmel ist klar, die Sonne scheint. Ich fühle mich wie ein beschenktes Mädchen. Der Himmel schenkte mir viele Kisten Äpfel. Wie von Geisterhand wurden sie angeliefert, die blauen Kisten zu einem Turm gestapelt. Die Äpfel liegen ordentlich hineingelegt, alle mit dem Stiel nach oben – 'Sollbruchstelle', so geht es mir durch den Sinn.

So viele Äpfel! Mich amüsiert es etwas... der Himmel hat es gut mit mir gemeint, doch ich habe dieses Jahr bereits so viele Äpfel geerntet... ich kann das gar nicht alles verarbeiten! Klar, nur ein Zeichen und diese Äpfel hier verschwinden so unauffällig, wie sie hierher gebeamt wurden. Aber schade ist es ja doch, wenn man ein so großzügiges Geschenk wieder zurückgeben muss...

3
Sep
2008

Brombeerverarbeitung

Traum:
Straße in Richtung meiner Kindheit. Links des Fußweges, auf der Fläche vor dem Grundstück des Gemeindedirektors, eine noch unbebaute Wiese. Hier sind reichlich Tische und Stühle aufgebaut und mit Kaffeegeschirr gedeckt, ebenso wie auf der anderen Seite des Fußweges, nämlich auf der Fahrbahn. Ich erkenne sofort, dass sich hier Alte von der AWO treffen werden.

Vor mir auf dem Fußweg, läuft die junge Frau, die hier alles organisiert. Normalerweise findet diese Veranstaltung immer in einer Gastwirtschaft statt, doch diese Frau hatte eine Idee... Sie erzählt, von der unerwartet reichlichen Brombeerernte in diesem Jahr und dem glücklichen Umstand, dass sie eine neue Technik zur Verarbeitung dieser Beeren entdeckt habe, die sie nun hier nutzen werde.

Ja wow, das ist ja wirklich mal etwas anderes als das, was die gewöhnliche Gastronomie zu bieten hat! Es weicht sogar so deutlich vom Üblichen ab, dass sie gar nicht als Konkurrentin betrachtet werden kann. Somit ist kaum Ärger von den Professionellen zu erwarten. Finde ich gut.

Brombeeren:
Käpt'n Ernst
Kein Plan und viel frisches Saatgut
Seufzers Pflaumen und Wespe in Brombeeren

1
Sep
2008

Kein Plan und viel frisches Saatgut

Traum:
Ein weitläufiger, öffentlicher Raum – überwiegend furnierweiß anmutend – der langsam die Schienen entlangrollt. Wie angekündigt, und – obwohl ich nichts davon ahnte – auch wie erwartet, trifft der Käpt’n im Laufe der Stunden ein. Wir sind zu einem Treffen verabredet; jedenfalls ließ er mich wissen, dass ich zum verabredeten Zeitpunkt unbedingt an diesem Ort sein soll, weil er mich sehen will.

Er kehrt also ein, zu dem Treffen kommt es jedoch nicht! Ich bekam ihn nicht einmal zu Gesicht. Vermutlich hat er zwischenzeitlich das Interesse daran verloren. Ich bin enttäuscht und registriere, dass es mir einen Stich versetzt. Ich hatte echt nicht damit gerechnet, hier und jetzt versetzt zu werden! Ja, ich hatte mir extra Mühe bei der Auswahl meiner Klamotten gegeben und trage einen Catsuit aus biederem Doppelripp – gedämpft waldgrüne Wollkleidung mit jenen typischen Knötchen, wie sie häufig auf altem Strick zu finden sind – in dem ich mich total wohlig und warm fühle; so richtig gut und unverkleidet. Na ja, das war wohl für die Katz’.

Ein kleines Tal am Rande dieser Welt. Gemeinsam mit einer Handvoll anderer Menschen suche ich einen Weg aus diesem Tal hinaus. Das Gelände ist anspruchsvoll; runde sandige Felsen... im ersten Augenblick denke ich, gerade diese könnten meinen Füßen beim Aufstieg Halt geben. Aber wenn ich es dann angehe, stellt sich jedes Mal heraus: der Weg ist nicht begehbar, da er einen immer wieder zurückwirft oder nicht von der Stelle kommen lässt. Mag sein, dass auch ein wenig hineinspielt, dass ich einfach keinen Plan habe, wie ich den Weg angehen soll. Manche Wege wirken auch richtig gefährlich, obwohl das Gelände an sich völlig ungefährlich wirkt.

Doch irgendwann... haben wir alle unseren Weg gefunden und gelangen zum jenseits des Tales gelegenen Gartenbaubetrieb – etwas ausgefallenes Angebot, ziemlich öko anmutend. Toll, heute findet hier eine Aktion statt! An uns wird Saatgut verteilt! Dazu pullen wir mit den Fingern die Kerne aus dem Fleisch fruchtig reifer Tomaten, die uns regelrecht zufallen und ganz praktisch in einer Momentaufnahme in bequemer Höhe greifbar bleiben. Ich erhalte gleich zwei Hände voll dicksaftige Brombeeren, deren Kerne ich später in die Erde legen kann. Oh wow, ich bekomme viel mehr, als eingangs angekündigt wurde! Ich fühle mich total beschenkt und muss erst einmal überlegen, wie ich das transportieren soll, schließlich bin ich nicht darauf vorbereitet! Für die Brombeeren findet sich schnell ein Frischhaltetütchen. So lege ich alles in meine Korbtasche, bin aber etwas besorgt, weil die empfindlichen Früchte zermatscht werden könnten. Wieder erlebe ich die Situation als etwas umständlich und führe das darauf zurück, dass ich wieder keinen Plan zu dieser unerwarteten Angelegenheit habe.

Käpt’n Ernst

Traum:
Worpswede. Als Mitfahrer in einem Auto unterwegs. Erst jetzt – mir wird nämlich total übel – bemerke ich, dass ich entgegen der Fahrtrichtung sitze... – und setze mich endlich um. Das ist schon besser. Und das Auto ist ja ein richtig schicker Schlitten: ähnlich einer Bentley State Limousine. Der schwarze Lack glänzt – sehr gepflegte Kiste. Der Fahrer wirkt arrogant, wirft mir abweisende Blicke zu. Um Orientierung bemüht, schaue ich mich um. Aaaah! Bald steige ich aus.

Ich steige aus dem Bus. Die Brombeeren – aus dem Traum zuvor – will ich aber noch nicht mitnehmen, weshalb ich sie in die Ablage neben dem Busfahrer lege. Inzwischen sind zwei Männer zugestiegen. Einer von ihnen sitzt direkt vor der Ablage und ich befürchte, er könnte die Früchte versehentlich zerdrücken. Oder sie könnten ihn stören. Deshalb rücke ich nochmals alles zurecht und teile mit: „Ich hole es in der nächsten Runde raus.“ Solange sollte ich es an diesem Ort verwahren können.

Dann treffe ich den Käpt’n.
Es war vermutlich ein inniges Miteinander, denn meine Stimmung ist gelöst und ich spüre meine geröteten Wangen... Mike geht neben mir her, schaut mir prüfend und nachdenklich ins Gesicht... Er fragt mich nicht, da er die Antwort lieber nicht hören will. Mich bewahrt er vor der unangenehmen Situation, ihm eine unangenehme Wahrheit mitteilen zu müssen.

Im Hinterzimmer eine Frau/eine Projektleiterin, die hier und heute mit dem Käpt’n verabredet ist. Sie erzählt, dass der Käpt’n sich verändert habe und sie ihn aufgrunddessen nur noch mit seinem zweiten Namen anspreche: Ernst. Aha...? Ob sie wirklich von dem Käpt’n spricht?

Wenige Augenblicke später betritt er den Raum und ich sehe meine Zweifel bestätigt. Es ist der andere Käpt’n, den ich noch nicht kannte. Dieser hier sieht auch anders aus: nüchtern, sachlich, ohne nennenswertes Charisma. Ich hebe die Hand zum Gruß, doch dieser Ernst schaut eh an mir vorbei. So gehe ich, ohne diesen Mann zu begrüßen, da er mich nicht kennt.

18
Mrz
2008

Seufzers Pflaumen und Wespe in Brombeere

Traum:
Im Garten der Älteren. Über uns wölbt sich das nachtdunkle Himmelszelt, während der Garten von Sonnenschein erhellt ist. Und wieder liegt ein langer, sehr warmer Sommertag hinter uns. Die alten Seufzer kommen mit dem Rad. Am Lenker hängen einige sichtlich alte Einkaufstaschen aus einstmals schwarzem Leder, das sich nun dünn und teils gebrochen zeigt. Diese Taschen sind prallvoll mit Pflaumen! Seufzers sind gekommen, um mir die Pflaumen zu schenken. Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll, als so großzügig erlebe ich das. Zwei Biotonnen stehen am Gartenweg; dort wo sich, gedacht, die Wäscheleine fortsetzt. Ich klappe beide Deckel der Biotonnen auf und bitte darum, die Pflaumen darin zu deponieren. Dabei spüre ich, wie erhitzt die Biotonnen von den Sonnenstrahlen sind. In den Tonnen könnte es Stauwärme geben; ich muss ein Auge darauf behalten. Eine der beiden Biotonnen dient als Abfalltonne. Darin landet der überwiegende Anteil von Seufzers Pflaumen. Die restlichen Pflaumen, die ich in den nächsten Tagen verzehren möchte, kommen in die zweite Biotonne.

Die alten Seufzer sind voll bescheidener Zurückhaltung, als sie mich vorsichtig fragen, ob ich gerne noch mehr Pflaumen haben möchte. „Oh nein, es gibt hier schon so viel Früchte!“, rufe ich aus und weise mit den Händen auf all die Brombeerbüsche im Garten. Sie hängen dicht voller dicker, reifer Früchte. „Nehmt ruhig!“ Seufzers naschen bald emsig Brombeeren aus den Büschen. Es wird ganz still. Auch ich halte eine große Brombeere in der Hand. Ein Stückchen habe ich davon abgebissen; ich kann ins Innere der Brombeere schauen. Darin sitzt eine große Wespe! Sie schlürft aus dem kleinen Brombeersaftsee im Innern der Frucht – noch und noch. Na, so ein Glück, dass mich die Wespe nicht gestochen hat, während ich die Brombeere in der locker geschlossenen Hand hielt! Ehe ich von der Brombeere esse, will ich lieber warten, bis die Wespe genug vom Nektar und die Brombeere wieder verlassen hat. Ja, ich hoffe, das wird bald sein, denn diese Wespe erlebe ich doch als ziemlich beunruhigend. So ein warmer Tag mit so viel Sonnenschein... so lange Tage in der Nacht.

Notiz:
Angenehmer Bestrahlungstraum. *seufz*

Status:
9/25+5
Inzwischen macht sich etwas „Speicherwärme“ bemerkbar.

Related:
Pflaumenschwemme

11
Mrz
2008

Pflaumenschwemme

Traum:
Am Rande einer Obstbaumwiese. Viele reife Pflaumen konnte ich ernten. Viel zu viel für mich allein! So werfe ich sie weit nach vorn. Sie landen auf dem Weg im Gras. Anfangs bin ich etwas angespannt und frage mich, wie die beiden Personen auf dem Weg darauf reagieren werden. Deshalb verspüre ich eine gewisse Erleichterung, als die beiden von den Pflaumen zu essen beginnen. Allerdings würde ich gerne noch mehr von meinen Pflaumen loswerden und schaufele sie händeweise auf den Weg. Der Mann auf dem Weg schaut mit ernstem Blick auf und sagt: „Es reicht. Es gibt hier doch schon so viel Pflaumen.“
Stimmt, meine Pflaumen werden sicher nicht gebraucht. Neben mir steht ein Pflaumenbaum, und dort bei den beiden Personen ein weiterer. Beide sind dicht an dicht mit dicken Trauben aus Pflaumen behangen! Mein Blick geht zurück zu meiner Pflaumenernte. Sie sind so herrlich saftig und reif; eigentlich gerade richtig, um einen leckeren Kuchen damit zu backen. Eigentlich ein Grund zur Freude, aber angesichts einer solchen Pflaumenschwemme muss ich mir wohl selbst einreden, dass meine Pflaumen erstrangig Verwendung finden sollten, weil sie besonders gut sind. Zumindest erkläre ich mir damit das hintergründig etwas quälende Gefühl angesichts all der Pflaumen.

25
Mai
2007

Alles Banane

Traum:
In einem leeren kleinen Raum. Valerian steht vor mir. Wir sind uns sehr nahe; uns verbindet eine rein platonische Freundschaft. Also, im Moment stehen wir uns auch körperlich nahe und unterhalten uns. Er schaut nachdenklich in die Ferne. Ich habe eine halbe Banane in der Hand und biete ihm davon an. Als die Banane in seinen Mund gleitet und er vorsichtig davon abbeißt, fühle ich mich weich und warm werden, es erwacht eine Sehnsucht nach körperlicher Nähe. Ich lache leise über diese unerwartete Reaktion. Mit den Worten „Öhm, also... irgendwie... löst diese Anblick so bestimmte Assoziationen aus…“ schmiege ich meine Wange an seinen Oberarm. Nochmals lasse ich ihn von der Banane abbeißen. Allerdings beißt er nicht davon ab, sondern nimmt sie nur vorsichtig zwischen die Lippen, um ein Teil davon zu lösen. Es ist etwas wundersam, dass mich das so berührt; bisher war das ja auch nicht so. Nochmals spreche ich es an: „Na, Du musst doch zugeben, dass es eine etwas erotisch getönte Angelegenheit ist, oder findest Du nicht?“ Eigentlich würde ich gerne mit ihm darüber sprechen. Aber Valerian scheint mich noch nicht gehört zu haben, sein Blick schweift mit seinen Gedanken ganz woanders. Naja, ich kann mich ja auch allein an diesen schönen Gefühlen erfreuen. Erzähl ich ihm davon halt später mal.

Notiz:
Wachsen auch Schlauchäpfel am Baum der Erkenntnis?

17
Feb
2007

O, Frau Oberst!

Traum:
Das Handy signalisiert den Erhalt einer Sms. Ich drücke die Taste zum Lesen. Während sich die Nachricht öffnet, fährt ein kraftvoller Duftstoß ätherischen Orangenöls in mein Gesicht. Oups?! Weiter vor mir sehe ich die Frau Oberst von dannen gehen. Gerade öffnet sich der rückwärtige Schlitz ihres langen Uniformrockes und gibt ihren Unterkörper frei: Sie trägt eine schwarze Strumpfhose auf nackter Haut. Das grobmaschige Netz zeichnet wohlwollend ihren hübsch kurvigen Körper nach. Oooh lalaaaa, Frau Oberst!

13
Jan
2007

Der Kopf von Williams Christ

Traum:

Ein einfaches Zimmer. Luftige Atmosphäre des Unverbindlichen. Viele Fenster, jeweils von Holzpfosten unterbrochen, so dass sich kleine helle Nischen ergeben, die ein wenig skandinavisch anmuten. Ein Bett mit festweicher Unterlage. Ein junger Mann und ich liegen darauf. Wir umarmen uns – der Mann aktiv, ich passiv. Äußerlich betrachtet könnte man sagen, wir wälzten uns im Bett. Aber durch meine Passivität erlebe ich es nur mehr als ein Hin- und Herrollen. Wobei der Mann immer stürmischer wird.

Bis zu dem Moment, da er enttäuscht und frustriert sagt: „Von Dir könnte ja jetzt auch einmal etwas kommen!“

Oh! Da dachte ich, ich könne ihm etwas geben, indem ich ihm all dies gestatte! Nicht dass ich dafür Dankbarkeit erwartet hätte. Aber dass dies – was ich durchaus als Geben empfand - so nicht genug sein könnte, und es sogar umgekehrt noch als mangelndes Entgegenkommen erlebt wird, darauf wäre ich nicht gekommen. Außerdem gibt es einen wesentlichen Faktor, der mich eh in der passiven Rolle verbleiben lässt: ich habe einem Partner, dem ich gerne treu bin. Zudem verspüre ich gar nicht das Bedürfnis nach anderweitigen Intimitäten.

„Aber verstehst Du denn nicht? Ich bin doch gebunden!“, erinnere ich den jungen Mann, der als ein Bekannter sehr wohl um mein Privatleben weiß. Natürlich ändert dieser Hinweis nichts an seinem Frust – vielleicht hatte er sich mehr erhofft und versprochen. Als er murrend von mir ablässt, macht es mich traurig. Denn es war doch okay, so wie es war.

[…]

Mit dem Auto unterwegs – Mike am Steuer. Möglich, dass es dunkle Unwetterwolken einerseits und Sonnenschein andererseits sind, die diesen Ort in schemenhaftes Zwielicht tauchen. Teils fühle ich mich unlogisch geblendet – die Sonnenstrahlen brechen grell im Glitzern der Regentropfen - teils scheint es mir zu schemenhaft zum klaren Erkennen; die dunklen Wolken hängen schwer und trübend.

Kurz vor dem Seehauser Abzweig steht der Sohn des ‚christlichen Missionars’ – er ist geistig und körperlich ein wenig behindert – am Straßenrand. Etwas unruhig verlagert er seinen Schwerpunkt von einem auf das andere Bein – hin und her, vor und zurück. Zwischendrin abgewechselt von einem Schritt hierhin und dorthin, den er jeweils gleich wieder zurücknimmt. Irgendetwas scheint ihn an diesem Ort zu halten…

Da haben wir den Punkt auch schon erreicht. Auf der Straße, direkt vor seinen Füßen, liegt eine bemerkenswert große Williams Christ Birne, von der ein Teil zu fehlen scheint. Jedenfalls meine ich helles Fruchtfleisch zu sehen. Und Fruchtsaft ist auf den Asphalt gelaufen. Aber da fahren wir auch schon drüber hinweg. Erschrocken ziehe ich den Kopf ein… hoffentlich haben wir die Birne nicht zu Matsch zerfahren?!! Ich schaue mich um, Mike in den Rückspiegel und da sehen wir den stark beunruhigten Blick des Mannes. Im gleichen Augenblick sagt Mike: „Um Gottes willen, da liegt ein Kopf auf der Straße!!“ Offenbar hatte es einen Unfall gegeben. Da wir es nicht rechtzeitig erkannten, sind wir auch noch drüber hinweggefahren! Ich ahne, dass die Feuchtigkeit auf der Straße kein Birnensaft ist, sondern ausgelaufene Lymphflüssigkeit, die inzwischen zu einer leicht glänzenden Oberfläche trocknete. Und dies scheint auch das Element zu sein, das den jungen Mann an diesen Ort bindet.

11
Nov
2006

Edles Birnenkonfekt im Einwohnermeldeamt

Traum:
Im Einwohnermeldeamt. Mike arbeitet seit kurzem hier und soll heute eine verantwortungsvolle Position übernehmen. Das Wochenende naht, ich bin gekommen, um ihn abzuholen. Obwohl kurz vor Feierabend, müssen noch viele Besucher bedient werden. Ich überlege, hier einfach mitzuarbeiten. Eine der Beamtinnen kommt auf mich zu und bietet mir etwas an: im ausgewickelten Stanniolpapier liegt eine in Spalten geschnittene Birne. Ich nehme vorsichtig ein Stück. Oh... es sah aus wie eine normale Birne, aber nun, als ich vorsichtig ein Stück nehme, ist zu erkennen, dass die Birnenschale mit weißer Schokolade anstelle des Fruchtfleisches gefüllt ist. Mmh, das ist aber lecker!

Eine weitere Beamtin kommt, der ich zum anderen Ende des Raumes folgen soll. Dort angekommen, treffen wir auf einige Jugendliche, die auf ihren Taschen und Rucksäcken sitzen. Wir unterhalten uns, als mich die Beamtin mit aufforderndem Blick auf sich aufmerksam macht. In ihrer Hand hält sie etwas, das sie nun unauffällig – damit die jungen Leute es nicht sehen – neben sich auf den Boden legt. Dabei erkenne ich eine Birne, ein schwarzes Gummi-Armband und ein oder zwei weitere Teile. Ihr Blick sagt, sie möchte es mir geben - unauffällig. Naja, das schwarze Armband aus Fahrradgummi ist keine Überraschung; so ’n Ding habe ich zuhause. Es langweilt mich, aber es ist noch etwas anderes dabei, worauf ich neugierig bin.

Ich nehme die Teile auf und betrachte sie. Es ist eine täuschend echt nachgebildete Abate Fetel aus weichem luftgefülltem PVC. Vor allem die Schweißnaht verrät, dass sie wie ein Wasserball hergestellt wurde. Zudem hat sie einen Aufdruck auf der Schale – einen Text des Herstellers. Diese Birne macht einen ausgesprochen geknickten Eindruck – erinnert von der Form her an einen kleinen Sitzsack.

Dann ein weiteres Stück ausgewickeltes Stanniolpapier mit einigen Birnenspalten drauf. Als ich das erste Stück nehme, spüre ich an den Fingerspitzen, dass es sich um eine ganz besonders fragile Köstlichkeit handelt. Wieder enthält die Birnenhaut eine süße Füllung. Es zergeht zart schmelzend auf der Zunge. Jede Birnenspalte enthält eine erfrischend mildsüße Creme von allerfeinster Konsistenz. Sie sind jeweils mit einem Hauch von weißer Schokolade ummantelt, die knisternd auf der Zunge zerbricht. Vorsichtig lasse ich dieses köstliche Konfekt auf der Zunge zergehen... – so etwas Köstliches, das schmeckt total edel!

Die jungen Leute haben die ganze Angelegenheit zwar bemerkt, aber sie lassen sich bis zum Schluss nichts anmerken.

Die Beamtin bittet mich dann in einen halbdunklen Vorrats- oder Küchenraum. Auf weißen Kommoden stehen eine große Zahl Geschenktütchen mit einer kleinen Auswahl aus der Einwohnermeldeamt-Confiserie. Immer dann, wenn ein Besucher freundlich etwas fragt – wie beispielsweise „Alles okay?“ – dann bekommt er so ein Konfekttütchen als Präsent. Darin enthalten sind immer neue Produkte, die noch nicht im Handel sind. Der Effekt dieser Präsentaktion ist, dass die Kunden sich später – wenn sie das Produkt im Laden entdecken – sich sehr gut an dieses Präsent erinnern können. Sie können es zuordnen, wissen wie köstlich es ist, und werden es dann nicht nur kaufen, sondern die Leckereien auch noch weiterempfehlen. Ja tatsächlich, ich stimme zu, eine wirklich sinnvolle Sache.

Später wieder im Hauptbüro.
Die Besucher sind fort, Mike an anderem Ort beschäftigt. Eine Beamtin sitzt noch am Schreibtisch. Ich will dann mal die Räume durchfegen. Die Fenster stehen auf Kipp, angenehm frischer Wind fächelt durch den Raum. „Wenn Sie hier arbeiten wollen, dann schließen Sie bitte die Fenster!“, bittet die Frau und erklärt mir die Gründe. Na klar, das kann ich machen. ...
Der Rest des Traumes entfleuchte...

Rand-Notiz:
Solch einen Traum bekommt man, wenn man in der Praxis von Herrn Dr. Schein ein herbes Antidepressivum entdeckt. Vielen Dank sagt die Naschkatze! :o)
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