Mein Traumtagebuch ist umgezogen: KLICK

Erde

25
Aug
2009

Getrocknete Schlammwelle

Traum:
Ohne lange zu überlegen, lenke ich mein Auto in die Strickerei der verstorbenen Anna. Sie sitzt hinter der Nähmaschine und schaut neugierig auf, als ich mit Schwung einfahre. Na, ich will ihr doch mal mein neues Auto zeigen! Aufgrund ihrer Behinderung kommt sie nicht raus, also komme ich zu ihr. Heute ist schließlich ein besonderer Tag.

Der Ältere kommt auch hinzu. Vielleicht ist es etwas unpassend, mit dem Auto ins Haus zu fahren, aber ich wüsste jetzt auch nicht, wie ich das anders hätte bewerkstelligen können. Natürlich bringe ich anschließend alles wieder in Ordnung. Ja, ich sehe einen dicken Streifen getrockneten Schlamm direkt vor der Türschwelle, so als habe eine Welle den Sand vor die Tür gespült. Ich überlege laut, ob ich die Erde mit der großen Schaufel aus dem Garten beseitigen sollte. Überraschenderweise sieht aber niemand außer mir die Notwendigkeit einer Bereinigung. Das irritiert mich etwas.

3
Jul
2009

Garderobenstelzen

Traum:
Mit Hilfe zweier Garderobenständer – diese haben die klassische Form: Hakenkrone und Schirmhalter mit Tropfmulde – versuche ich die Passage zu durchqueren, in der man bis zu den Oberschenkeln im Sand versinkt. Ich halte also in jeder Hand einen Garderobenständer, mit der Hakenkrone nach unten. Der Schirmhalter lässt mich an Skistöcke denken. Ich nutze die Garderobenständer als Stelzen. Steige auf die Schirmhalter und stakse langsam durch den Sand.

Die Idee ist gut, die Umsetzung nicht so einfach, denn die beiden Garderobenständer sind unterschiedlich konstruiert. Das liegt daran, dass beide Garderobenständer zusammen ein Ganzes geben. Beide ergänzen sich zu etwas Vollständigem, doch jedes für sich ist unausgewogen, so dass es schwer fällt, damit das Gleichgewicht zu halten.

Bis zu diesem Augenblick war ich etwas genervt, weil beide Garderobenständern für sich ziemlich ungeeignet erschienen. Wenn ich mir nun aber ins Bewusstsein rufe, dass ich jedem gesondert Aufmerksamkeit geben und sie entsprechend ihrer jeweiligen Eigenart verwenden muss, und dass beide zusammen perfekt sind, dann kann ich damit vielleicht laufen.

Nun, da ich ihre Eigenart akzeptiere, und aktiv dafür sorge, das jeweilige Ungleichgewicht auf Seiten der Garderobenständer auszugleichen, bekommt alles etwas Spielerisches. Ich werde nicht müde, das Garderobenständerstelzenlaufen auszuprobieren.

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Was mir gerade einfällt und nichts mit dem Traum zu tun hat (?):
Morgen unbedingt die Bücher abgeben!!!

19
Feb
2009

Roll over Sigmund Freud

Traum:
Ich komme die Sigmund-Freud-Straße entlang; Richtung Steinkleestraße. Dieser Straßenbereich ist aufgerissen, die Erde wurde umgewälzt, mit neuer Erde aufgefüllt und so weiter = tiefreichende Neubaumaßnahmen. Auf dieser teils festen, teils locker gefurchten Erde laufe ich mit Schuhen wie auf Inline-Skates. Erstaunlich, wie ich weiter und weiter komme, hatte ich doch längst vermutet, dass an diesem Punkt der notwendige Schwung zm Weiterkommen fehlt. Ich dachte, es würde versanden – tut es aber nicht. Hinter meinem Rücken Rufe, dass man auf mich achten solle, wie es mir gelingt.

23
Okt
2008

Löss und Laufband in Verarbeitungsanlage

Traum:
Ausgedehnte Verarbeitungsanlagen, sowohl über- als auch unterirdisch.

Gemeinsam mit einigen anderen Leuten bin ich in den Untergrund gelaufen – hier ist die eigentliche Wirkstätte! Hier unten, an einem der Seitenausgänge, erwartet uns eine Frau, die mit ihren schnurgeraden schwarzen Haaren wie eine moderne Hexe ausschaut. Sie bittet uns hinaus, denn sie habe es endlich. Es... das ist ein Tier oder eine Tierstatue von eher kleiner Gestalt. Ich zögere, die hexenhaarige Frau winkt uns her. Der Erdboden dort ist tief zerklüftet, kaum begehbar. Doch da sie nun auf einen Punkt weist, der hinter einem Erdkamm verborgen liegt, wagen es ein paar der Menschen um mich herum. Ich bin auch neugierig, versuche durch ein Hin- und Herbeugen des Oberkörpers, wodurch ich an dem einst schlammigen, jetzt verhärteten Erdkamm vorbeisehen will, Einblick zu gewinnen. Das gelingt auch; allerdings viel zu kurz, so dass es doch mehr Vorstellung als Erkennen bleibt.

Zurück im unterirdischen Bereich der Verarbeitungsanlage. Der sympathische Chef der Anlage kommt und begrüßt mich freundlich. Er bietet mir eine besondere Mitarbeit an, die im Allgemeinen sehr beliebt ist. Kurz erklärt er mir, worum es geht, da halte ich auch schon den Spaten in der Hand. Vor mir, am Rande einer der Hauptwege, liegt eine Fläche, die voller Sand gehäuft ist. Ein Streifen dieses Sandes ist von feuchter Konsistenz. Ich weiß sofort, dass es sich dabei um wertvollen Löss handelt. Meine Aufgabe ist nun, den Löss mit dem Spaten einige Schritte weiter nach links zu transportieren, um ihn dort einem Tier in eine Rinne zum Füttern zu geben. Dabei ist der Spaten immer nur an seiner Spitze zu füllen, da es sich um kostbares Gut handelt, das sehr sorgsam umgeschaufelt werden soll. Der in Löss umgewandelte Sand entsteht erst nach längerer Kompostierung und ist allein deswegen schon außerordentlich wertvoll!

Es sind ja nur drei oder vier Schritte vom Stammplatz bis zur Futterrinne, dennoch erscheint mir der Abstand fast zu weit, denn ich fürchte immer wieder, doch ein wenig von dem Löss zu verlieren. Kaum habe ich mit der Arbeit begonnen, kommen zwei Männer des Weges, die an diesem Tage nichts zu tun haben. Ein echtes Interesse haben sie nicht, sondern sie wollen nur die Zeit vertrödeln.

Zum Arbeitsvorgang gehört, dass ich diesen Teil der Betriebsanlage am Laufen halte, indem ich auf einem Laufband stehe und dieses mit forschen Schritten antreibe, während ich schaufele. Nun kommen also diese Blödies daher und stellen sich auf das Laufband, oder stoppen es mit einem Fuß. Schließlich ist es ganz witzig, mal so ein Laufband auszuprobieren.

Oh Mann, der ganze Antrieb erlahmt! „Hey, ihr da, geht da sofort runter!!“

Anfangs reagieren sie gar nicht und ich fühle mich zu einer kurzen Erklärung aufgefordert: „Das Gerät wird zum Arbeiten eingesetzt, das ist nicht zum Herumspielen! Ihr blockiert ja alles!“

Widerwilllig und zögernd geben sie das Laufband wieder frei. Zum Glück!

30
Jul
2008

Erste Gartenrichtlinie

Traum:
Und wieder verbrachte ich geraume Zeit mit dem Umwälzen der Erde meines quadratischen Gartens. Zum ersten Mal heute ohne diese quälende und zermürbende Anstrengung der vergangenen Tage. Ja, Kraft und Tatendrang erfüllen mich. Inzwischen habe ich sogar die erste Richtschnur im Garten gezogen, und grabe dort nochmals um; bereite den Boden für die Saat.

Verknüpfungen:
Abrechnung mit Johanne
Wurzeln und Geburtskasten
Der Gärtner und sein Spaten
Leerer Rahmen
Scheins Schiebepuzzle

15
Jan
2008

Veränderungen im Ex-Garten

Traum:
Der Garten hinter dem Haus meiner Ex-Wohnung. Ich stehe auf dem Nachbargrundstück und schaue über eine begrenzende Bepflanzung hinüber. Es ist interessant, denn es zeigen sich deutliche Veränderungen.
Einige Gartenarbeiter, es sind junge Männer, tragen Teillängen von grünen Hecken an den gegenüberliegenden Grundstücksrand, wo die Werkstätte angrenzt. Eine stille Freude keimt auf, als ich das sehe! Einmal wegen des gesunden Grüns, zum anderen deshalb, weil ich es für eine gute Idee halte, sich auf diese Weise von der Werkstätte abzugrenzen, wo giftige Gase entstehen.

Auch der Garten selbst hat sich verändert. Früher wurde die gesamte Fläche für Nutz- und Blumengarten gebraucht. Die Hauseigentümerin arbeitet mitten auf der Fläche. Die Sonne scheint. Es gibt nur noch zwei kleine Gartenstücke, die von Rasenfläche umsäumt sind. Der Rasen soll jetzt Raum zum Genießen und Entspannen geben; früher wurde hier nur gearbeitet.
Von den beiden nebeneinander liegenden Gartenflächen wird jeweils nur eine beackert. Eine Gartenfläche zeigt sich bepflanzt, die andere staubig und erdig. Damit sich jeweils ein Rasenstück regenerieren kann, werden die Hälften immer im Wechsel bepflanzt. Das derzeit trockene Gartenstück wird also im nächsten Sommer genutzt. Das sind wohldurchdachte Veränderungen, die einen wohltuenden Eindruck auf mich machen.

18
Dez
2007

Winterpause im Garten

Traum:
Reichhaltige Erntearbeiten fanden statt. Die Landarbeiter arbeiteten von ganz früh bis sehr spät auf Hochtouren. Als ich nun vor Monsees Garten stehe, sehe ich etwas Erstaunliches: Nicht nur die Ernte wurde eingefahren, sondern das gesamte Gartenland wurde schon umgepflügt und für das Frühjahr vorbereitet. Die Erde liegt locker aufgewühlt neben den Ackerfurchen. Der Winter kann kommen. Selbst wenn der Erdboden zufriert, macht das nichts, da bereits heute alles vorbereitet wurde. Das heißt: die Landarbeiter werden bis zum Frühjahr eine Pause machen. Sie haben ihre Arbeit bereits vorgeholt.

Eigentlich hatte ich am Chat mit Keno teilnehmen wollen. Aber nun überreicht mir ein Mann einen Zettel, den ich lesen soll, um mir einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Es ist eine Mitteilung von Keno an den Gartenbesitzer Monsees. Seine Mitteilung wird mit folgenden Worten eingeleitet:
„In 2 Jahren haben Sie es gerade mal auf 11 Mitarbeiter gebracht, die für Handreichlohn arbeiten“ (Ich weiß, dass es zehn Mitarbeiter waren - der elfte ist ganz neu hinzugekommen.)
Offenbar findet Keno das lächerlich und bewertet es als Versagen. Damit möchte er Monsees erniedrigen. Ich bin bestürzt, denn es geht Keno nichts an, wie viel Mitarbeiter beschäftigt werden.. So etwas Unsachliches hätte ich von ihm nicht erwartet. Wie gut, dass ich mich noch nicht zum Chat angemeldet habe – ich glaube, das möchte ich nicht mehr.

6
Okt
2007

Torfbett

Traum:
Peter hat Geburtstag. Er liegt vor seinem Haus auf dem Rücken in einer Erdmulde. Wie einem unbewussten Drängen völlig ungestüm nachgebend, lässt er Torfmull über sein Gesicht rieseln – in so rascher Abfolge, dass man meint, er tue dieses aus stiller Verzweiflung, wenngleich alles einen ganz alltäglichen und gewöhnlichen Eindruck macht, so dass es keiner der vorübergehenden Gäste bemerkt, die ja alle einen Blick auf ihn werfen – und sei es zum Geburtstagsgruß. Einige fragende Blicke gibt es aber doch und er sagt: „Das ist doch immer noch besser, als sich Glassplitter ins Gesicht zu reiben.“
Aber ja, aber ja! Sofort verdränge ich die Vorstellung eines solch selbstverletzenden Verhaltens.
Seine Mutter ist auch da. Ich wundere mich, dass ihre Waden und Fesseln so schlank ausschauen – ich hatte sie dicker in Erinnerung. Vielleicht hat es gesundheitliche Ursachen?
Viele der Gäste tragen Bänder aus trockenen Torffasern um Fesseln und Handgelenke; manche tragen auch Lendenschurze oder fellähnliche Westen aus diesem erdigen Gewebe. Es hat etwas Urtümliches und Erdverbundenes – und es wird mit natürlicher Selbstverständlichkeit getragen.

Mike hat inzwischen die Kfz-Werkstatt betreten, wo die heutige Geburtstagsfeier stattfinden wird. Überall stehen lange, weiß gedeckte Tische. Mike erreicht einen Tisch , der über einer Grube steht. Ich folge ihm nur zögernd, da ich unsicher bin, ob dort wirklich noch ein Platz für uns frei ist. Ich möchte nicht aufdringlich sein.

Notiz:
Da steckt der Teufel eher im Detail. Bei Torf denke ich sogleich an das Teufelsmoor.

21
Sep
2007

Erdäpfel

Traum:
Der Erdhügel… diesen umlaufen… Erdäpfel finden und sie um den Erdhügel herumtragen… Dann in den Erdhügel eintreten und innen, unten feststellen: Das ist doch endlich einmal eine runde Sache!

Notiz:
Die Erdäpfel im Traum sahen eher wie Pferdeäpfel oder arg braune Bratäpfel aus...

Entfernt verwandter Traum:
Zu Gast bei einer Gutsfamilie
Gigantische Glastasse mit Kräutertee

29
Sep
2006

Zeit der Herbstfeuer

Traum:
Frieden vor der Dämmerung... nach langer Zeit hinter dem Großelternhaus. Ich gehe den Weg zwischen Äckern entlang. Ein Bauer bereitet gerade das Land. Auf dem benachbarten Grundstück sehe ich eine Landfrau, die ebenfalls den Boden lockert und von Altem befreit.

Die Wege zwischen den Äckern ziehen weiche Furchen. Es stimmt mich nachdenklich, als ich sehe, dass die beiden Landarbeiter hier und da mandelförmige Ausbuchtungen am Wegesrand herrichten – ein Tun voller Liebe.

Warum tun sie dies? Überall liegen Aststöcke herum, die sorgsam vom Acker abgetragen und gesammelt werden. Ende September... der Sommer geht zu Ende – vielleicht ist schon wieder die Zeit der Herbstfeuer gekommen? Das Tun der Beiden hat etwas Meditatives, das auch mich zur Ruhe kommen lässt.

Im hinteren Ackerbereich haben Mike und ich ein kleines Beet. Wir waren einige Zeit nicht mehr hier, und es haben sich ein paar Aststöckchen über die braune Erde gelegt. Sie bedecken das Beet in gleichen Abständen parallel nebeneinander. Der Landarbeiter fragt freundlich, ob er unser Beet gleich mit bereiten soll. Ein nettes Angebot. Aber ich habe mir bereits einen Aststock genommen und schiebe damit die Stöckchen zusammen auf einen Haufen an den Rand. Auf dem Weg vor mir liegt gemähtes Gras – ausgedörrt und von der feuchten Spätsommerluft durchfeuchtet. Mit dem Ast nehme ich dies vom Boden auf und beseitige es. Und wieder fällt mein Blick auf die mandelförmigen Wegstücke... die Zeit der Herbstfeuer... Dieses Gewahrwerden erweckt melancholische Gefühle... ich spüre leisen Abschiedsschmerz.

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