Mein Traumtagebuch ist umgezogen: KLICK

Alptraum

26
Mai
2009

Der finstere Pirat

- Narbonne-Plage -

Albtraum:
In einer besseren Hafenkneipe. Alle Tische sind besetzt. Überwiegend mit Männern, deren vielfältiges Gemurmel den Raum erfüllt. Fast unbeteiligt stehe ich am Rande und lasse die Umgebung auf mich wirken, als ich Katrin M. Callas bemerke, die mit einem Mann an der Hand inmitten des Raumes tritt und mich anschaut. Mein Gott, wie schaut sie aus?! Ihre Gesichtszüge wirken ein wenig entstellt, eine eher unauffällige Veränderung, die allerdings erstes Grauen in mir wach werden lässt... Ihre Gesichtshaut ist mit weißem Puder oder Kalk bestäubt. Auf ihre Lippen und Augenlider wurde offenbar eine rote wässrige Lösung aufgetragen, die dann Rinnsale durch die Puderschicht zog, was den verzerrten Ausdruck noch unterstreicht. Irgendetwas ist nicht in Ordnung hier. Sie wirkt ja fast wie eine Untote? Man sollte meinen, ihr seien die Gesichtszüge entglitten oder auch, dass sie es gar nicht ist. Nie sah sie so aus! Dennoch freue ich mich über das Wiedersehen, und auch darüber, dass sie mir einen Mann vorstellen möchte. Es hat nicht den Anschein, als sei er freiwillig an ihrer Seite. Vielleicht zwang sie ihn hierher?

Da erscheint ein weiterer Mann im Hintergrund. Kostümiert wie ein Pirat. Eine den Kopf vollständig umhüllende Latexmaske tragend: verwegene Gesichtszüge, Piratenhut, zwei Gucklöcher für die Augen. Hey, na so eine Überraschung, ich erkenne ihn sofort! Das ist ja Fozzie! Er bleibt stumm stehen, wie auch Katrin... Sein Blick ist auf mein Gesicht, auf meine Reaktionen geheftet, so ahne ich, denn das Schwarz der Augenlöcher gewährt keinen Blick auf sein Gesicht oder seine Augen. Anfangs schmeichelt mir seine unablässige Aufmerksamkeit. Plötzlich dringt Verstehen in mein Bewusstsein: der Mann hinter der Maske schaut gar nicht wohlwollend!! Wer auch immer dahinter steckt, er schaut mich an und hat nur einen einzigen Wunsch: meine absolute Vernichtung.
Oh Gott, ich kann sein wahres Gesicht ja gar nicht erkennen! Das Grauen bricht sich Bahn, steigert sich ins Unerträgliche und katapultiert mich in den Wachzustand.

Notiz: der Traum kam mit dem Cers, der nachts kräftig am Ferienhäuschen rüttelte.

18
Jan
2008

00:00 ... 00:01

Traum:
Durch einen langen Schlauch wie dichte dunkelgraue und braune Wolken. Ein sonderbares Gefühl...

...das mich erschreckt aufwachen lässt. Gefühl des Sterbens. Ich reiße die Augen auf und sehe die Uhrzeit: 00:00
Oh nein, meine Zeit ist abgelaufen!
Schreckgebannt bleibt mein Blick auf der Uhrzeit, während ich das Sterben spüre; so als würde etwas, das mich ausmacht, zerbröckeln. Ich spüre es körperlich.
Dann endlich, endlich: 00:01
Ich bin noch einmal davon gekommen.
Erst nach und nach wird mir bewusst, dass die Uhren ja eh weitergehen... wodurch die anfängliche Beruhigung dann wieder verloren ging.


Notiz:
Es war tatsächlich genau 00:00 Uhr.

27
Nov
2007

Geisterstunde

Traum:
Das Elternhaus liegt im völligen Dunkel. Nacht. Einzig auf die Vorderfront des Hauses fällt ein bleicher, unwirklich anmutender Schein. Aus dem Dunkel hinter dem Haus ein Pfeifen: flöööt... flöööt - fast unheimlich in seiner geisterhaften Unbeschwertheit – so als sei nichts, obwohl es dunkel ist! Meine Mutter? Hängt sie Wäsche auf, im Garten hinter dem Haus, in stockfinsterer Nacht? Flöööt... flöööt… Sie ruft nach mir? Ich halte inne, es ist alles so unwirklich?! Still liegt das Haus. Nichts und niemand. Die Fenster gähnen schwarz. Totenstill. Eine Bewegung. Links, direkt an der Hauswand, schält sich das Antlitz eines Tieres aus der Nacht. Schwarz-weißes Fell. Kater Bilbo? Unwahrscheinlich, er ist seit ein paar Jahren tot. Das Tier schlüpft weiter aus dem Dunkel ins Licht. Es ist ein Hund… Purzel…Purzel? Unmöglich, er ist seit vielen Jahren tot! Es ist Purzel! …dem Totenreich entsteigend? Aus dem Dunkel das unbeschwerte Pfeifen meiner Mutter. Vom Grauen überwältigt, schwinden mir die Sinne.


Mit meinem Fahrrad unterwegs – hochgezogener Lenker. Ländliches Gebiet. Soeben bog ich auf einen Weg ein, der auf einen Hof führt. Das war ein Irrtum, wie ich feststelle, denn ich wollte kein Privatgrundstück betreten. Ich sehe Tiermist, offene Ställe, Viehfutter und landwirtschaftliches Gerät. Bemerke Tätigkeiten der Hofbewohner, sehe niemanden. Durch ein vermutetes Scheunentor am anderen Ende des Hofes will ich den Platz wieder verlassen, aber ich sehe, dass der Weg hier endet, denn der Hof ist von Stallungen, Wirtschafts- und Wohngebäuden gesäumt. Ich rieche etwas, meine Neugier zieht mich weiter – und ich würde weitergehen, aber mir fällt ein, dass es auf abgelegenen Höfen meist einen Hofhund gibt; mindestens einen. Diese Hofhunde verstehen bei ungebetenen Eindringlingen keinen Spaß. Mir wird es mulmig und ich kehre um. Auf dem Rückweg erst stelle ich erstaunt fest, dass die Hofzufahrt kaum breiter als eine Wohnungstür ist. Sehe deutlich die Schwelle, die zum tieferliegenden Erdboden hin, mit etwas Zement angeglichen wurde, der an den Kanten inzwischen wieder bröckelt. Eine Hofbewohnerin biegt mit ihrem Fahrzeug um die Ecke, wir begegnen uns auf der Schwelle. Furcht steigt in mir auf, sie könne mich für einen Eindringling/Flüchtenden halten, oder sie könne mich gar erkennen. Meine Sicht verschwimmt… - wie absichtlich, so als sei es auf diesem Wege (kindlich-magisches Denken) möglich, auch ihre Sicht verschwimmen zu lassen, so dass sie mich nicht erkennen kann.

Notiz:
Mike erinnerte mich an die Chopper (Räder), als ich versuchte, ihm den Lenker zu beschreiben. Ja, und er war es auch, der sich dabei an Chopper, ein Gespenst aus der Zahnarztpraxis, erinnerte. Ja ja, ich erinnere mich jetzt auch! Vielleicht will ich auch unbedingt auf mich aufmerksam machen, oder warum fahr ich einen Chopper?

Es ist nicht der erste Traum in letzter Zeit, bei dem mir auffällt, wie groß meine Furcht vor Selbst-Erkenntnis ist. Wie ich die Augen geradezu davor verschließe.

Verwandte Träume:
Der Weg zum Einsiedler

Entfernter:
Katzenrassel

19
Nov
2007

Schritte in der Nacht

Traum:
Diese Stunden verbringe ich mit einem Freund im Geiste. Wir geben uns besinnlichen Betrachtungen hin, die erwärmen und beleben – die Seele sinnlich streicheln. Ich fühle mich sehr wohl. Unsere Gedanken führen immer weiter in den Untergrund. Am liebsten würde ich hierfür immer wieder neue Worte finden, nur um den Moment hinauszuzögern, da ich mich aus dieser Traumerinnerung lösen muss. Tintenschrift in negro – schwungvolle Linien, matt und von einer warmen Tiefe , die sich ausdehnt wie ein sich öffnender Raum.

Mit einem Male erwache ich – alarmiert! Ein Geräusch draußen vor der Wohnungstür! Gedämpfte Schritte auf dem Holz, eine Hand drückt den Türgriff lautlos nieder, ein leises Geräusch, als sich die Tür öffnet und die Spannung des Türblattes nachlässt. Dann Schritte auf der Holzdiele – geräuschlos, doch die Schwingungen sind körperlich spürbar. Mein Herz schlägt wild mit blitzgrellen Spitzen. Der Mann schleicht in das Kinderzimmer, um mein Kind zu holen!!! Er wird es mit in den Wald/ins Meer nehmen.

Als ich aufwache, denke ich einen Moment, mein Herz schafft es nicht.

12
Jun
2006

Drei Triggerworte von Elba

~~ mondbeschienene frühe Nacht ~~

Traum: Ich träume... währenddessen wälzt sich Mike unruhig in den Laken. In meinem Elba-Traum kommen drei Trigger-Symbole vor, deren Namen ich nicht einmal denken darf, wenn ich ihn nicht endgültig um den wichtigen Schlaf bringen will. Drei Triggerworte... Triggerpunkte... Triggersymbole.


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