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7
Jul
2007

Zementarbeiter am Hochhaus

Traum:
Körperlos, hoch oben an einem Hochhaus. Ein Rohbau. Der Blick ginge weit über die Stadt. Doch anderes schiebt sich ins Blickfeld. Ein Mann mit kanarigelbem Schutzhelm arbeitet auf dem Gerüst. Im Gesicht des Arbeiters ein Lächeln der Arbeitsfreude, mit vor Anstrengung und Konzentration aufeinander gepressten Lippen. Mit dem rechten Arm an einem kurzen Seil hangelnd, wirft er mit der Maurerkelle Zementfladen nach unten. Vermutlich in eine nach oben offene Mauer hinein, die ein paar Etagen tiefer endet und von hier aus nicht zu sehen ist. Ich wundere mich über seine Kraft und Ausdauer. Wundere mich, dass seine Kraft nicht erlahmt! Denn es kostet sicher viel Kraft, seinen Körper mit einem Arm zu halten, nach vorn zu schwingen, und den Zement präzise zu platzieren?! Trifft er überhaupt den Punkt oder platscht es daneben? Warum kniet er nicht auf dem Gerüst und arbeitet von dort aus? Dann aber sehe ich, dass er auf einem Brett sitzt, das – ähnlich einer Schaukel – an Seilen von einem riesigen Kran gehalten wird. Immer wieder setzt er sich auf die gestapelten Gewichte aus quadratischem Beton und steht beim Vorschwingen auf, um den Zement hinab zu werfen. Der Kran hält ihn!

Es macht mich nachdenklich. Ob dies wohl auf ähnliche Weise mit dem Verdrängten geschieht? Einfach nassen Zement darauf flatschen und es – was auch immer, denn ich kann es von hier aus nicht erkennen – verschwindet auf Nimmerwiedersehen, da ja weiter aufgebaut wird.
Ein Gefühl der Anstrengung und Ratlosigkeit bleibt zurück.
und ich wache auf.

Weitergedacht…
wäre es fast unmöglich später in einem solchen Hochhaus nach etwas Verdrängtem zu suchen. Bald kommt Putz und Farbe drauf und niemand wüsste, wo man Hammer und Meißel ansetzen müsste, um es ins Licht zu holen. Also käme nur ein Komplettabriss in Frage. Ein neu erstelltes Hochhaus komplett abreißen? Das ist doch Wahnsinn. Oder sollen solche Argumente nur vor einem erkenntnisreichen Zusammenbruch schützen? Nee, von einem Abbruch und Zusammenbruch spricht der Traum nicht, sondern es wird ja munter aufgebaut.

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