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Cosmic Schein

Traum:
Mit der Familie auf einer langen Busreise in unbekanntes Land. Nach einem Blick durch die offene Mitteltür – herrlich, wie mir der Fahrtwind um die Ohren weht – hinaus in die Landschaft, kehre ich zu Mike und einem Mitreisenden zurück. Da bald Frühstückszeit ist, werfe ich einen Blick in meine Umhängetasche. Vielleicht um zu überlegen, was ich als nächstes machen werde. In der Tasche liegen einige lose Geldscheine! Insgesamt 140 Euro. Nanu, wie kommen denn die in meine Tasche? Ich kann mich nicht erinnern, die Scheine hinein gelegt zu haben. Eigentlich ist es auch nicht meine Art, Geldscheine einfach lose in die Tasche zu schmeißen. Vielleicht hat Mike mir vor der Abreise das Geld gegeben und ich habe es in der Hektik gleich wieder vergessen? Ich frage Mike und der meint, wenn da Geld in der Tasche ist, so sei es wohl meines. Na gut.

Im Hauptwaggon. Einige der Reisenden sind aufgewacht; es sind überwiegend Kinder, die inzwischen von Pädagoginnen betreut werden. Sicherlich wird es bald Frühstück geben, wenn die Erwachsenen erst einmal aufgewacht sind.

Ich lege mich, mit an der Armlehne aufgestütztem Rücken und angewinkelten Beinen, auf ein Sofa an der Längsseite des Waggons. Links von mir sitzt, auf einem Stuhl und mit dem Rücken zu mir, ein etwas korpulenter Mann in dunklem Anzug aus feinem Stoff. Entschlossen packe ich ihn mit beiden Händen und setze ihn auf meinen Schoß. Und zwar so, dass sein Rücken zu mir zeigt und ich quasi die Sitzunterlage und Rückenstütze für ihn bilde. So kann er weiterschlafen, -lesen oder -schreiben. Mit beiden Händen halte ich ihn an den Oberarmen stabil. Doch der Mann beginnt zu knurren. Er wollte das nicht so! „Ach komm“ sage ich leichthin „irgendwas muss ich doch machen.“ Die Nacht ist zu Ende, gleich gibt es Frühstück. Der Mann steht auf und geht.

Nun habe ich freien Blick auf das Geschehen im Hauptwaggon. Ein langer Tisch steht hier. Erst jetzt sehe ich die Gesichter der Anwesenden. Nun verstehe ich! Hier finden Dreharbeiten statt. Heute wird vielleicht „Alice im Wunderland“ oder „Der Zauberer von Oz“ gespielt. Ah so! Aus diesem Anlass wurden allerhand Blogger von Twoday eingeladen. Toll! Blogger bieten sich ja auch geradezu an, wenn es um Darstellung geht. Eine gute Sache, bringen Blogger doch die nötige Erfahrung zum Rollenspiel mit. Ja, das ist total belebend. Es hat etwas Vertrautes, auch wenn ich die meisten hier anwesenden Blogger gar nicht kenne.

Am Kopfende bemerke ich dann einen Mann. Er hat sich und das Wort erhoben. Erst als er seinen langen Haare aus dem Gesicht streicht, erkenne ich, dass es Dr. Schein ist. Oder... nee... das ist er gar nicht, oder? Das ist doch Cosmic?“ Na, die beiden haben ja tatsächlich gewisse Ähnlichkeiten, stelle ich zum ersten Mal fest. Wer ist er wirklich? Die langen dunklen Haare, die flächenweise ergraut sind, fallen immer wieder ins Gesicht. Na, so lange Haare hätte ich Dr. Schein aber nicht zugedacht. Ich muss zugeben, dass mich das überrascht und ein wenig irritiert. Unermüdlich streicht er die Haare aus dem Gesicht, so dass immer wieder der Blick auf die Gesichtszüge frei wird. Sein schelmischer Gesichtsausdruck... es ist wie ein Doppelbild: Cosmic Schein. Er wirft immer wieder kurze Sätze in den Raum, worauf es verschiedenste Reaktionen von den anderen Mitreisenden am Tisch gibt. Ich schaue und schaue... als könne ich auf diese Weise etwas herausfinden, von dem ich nicht weiß, dass es mich überhaupt interessiert. Unangenehm berührt bemerkte ich nun ein oder zwei Mal den Anflug eines Pfaus... oder irre ich mich? Ich bin nicht ganz sicher. Hinzu kommt, dass sich immer wieder ein breites Lächeln in „Cosmic Scheins“ Gesicht breit macht, was seine markanten Gesichtszüge noch betont. Das macht ihn total sympathisch und der Pfau ist akzeptiert.

Einer der Reisenden macht eine Bemerkung in Richtung Schein. Doch der versteht nicht, fragt zwei Mal nach, bittet um Wiederholung und erklärt schmunzelnd: „Ich kann Sie nicht verstehen! Ich habe es auf den Ohren!“
Tatsächlich, so ist es. Denn als er die Haare erneut aus dem Gesicht streift, kann ich kurz die dicke Haarmatte erkennen, die über dem linken Ohr hängt. Es ist wirklich höchst interessant, ihn einmal aus nächster Nähe beobachten zu können. Ich kann mich gar nicht sattsehen.

Lichtmaschine

Traum:
Nachts mit dem Auto unterwegs. Ich sitze am Steuer, Mike neben mir. Wir sind gerade auf Höhe der Polizei Worpswede, als der Motor und das Licht ausgehen. Das Auto rollt noch ein Stückchen, bleibt dann stehen. Ganz still ist es nun. Oh nein! Mit fragendem Blick zu Mike erinnere ich mich„Hatte ich nicht kürzlich von der Möglichkeit geträumt, dass die Lichtmaschine ausfallen könnte?“ Fast wäre es in Vergessenheit geraten. Vielleicht, weil ich inzwischen nicht mehr damit gerechnet hätte, dass es doch noch passiert. Mein Auto steht hier aber an einem sehr ungünstigen Punkt. Kein Schein einer Straßenlaterne. Hinter uns eine Kurve, vor uns eine Kurve. Zwar sehe ich mitten auf dem Armaturenbrett die dunkelblaue Rundumkennleuchte zum Einschalten des Warnblinklichts, denn sie ist durch einen Ring bläulich glimmender Leuchtdioden am Ansatz auch im Dunkel auszumachen, aber ich denke, wenn die Lichtmaschine kaputt ist, wird auch das Warnblinklicht nicht mehr funktionieren. Ansonsten reicht es aus, die Rundumkennleuchte einmal niederzudrücken.

Am besten ist, erst einmal die Fahrbahn zu räumen, ehe uns jemand hinten drauf knallt. Ich nutze das leichte Gefälle der Straße, um das Auto ins Rollen zu bringen. Es überrascht mich, dass es auf diese Weise gelingt, das Auto in eine Parkbucht am Straßenrand zu bewegen. Sogar perfekt eingeparkt, wie ich nach dem Aussteigen erkenne.