Mein Traumtagebuch ist umgezogen: KLICK

4
Jul
2007

Das Grauen hat k|ein Gesicht

Traum:
Der kleine Marktplatz liegt menschenverlassen. Nur SIE steht dort am Rande und schaut unberührt zu mir her. Ich schaue sie nur flüchtig an, erkenne kein Gesicht. Wir begegneten uns erst gestern. Ich erkenne sie, auch ohne ihr Gesicht zu sehen, an ihrem Habitus. Inzwischen habe ich den Platz überquert, wobei sie an ihrem Standort bleibt, sich aber stets frontal zu mir dreht. Immerfort zeigt sich ihr Gesicht mir zugewandt. Sie möchte, dass ich ihr ins Gesicht schaue! Das spürte ich sofort, aber... ich kann mich nicht überwinden, sie richtig anzuschauen!! Flüchtig betrachtet wirkt ihr Gesicht erschreckend konturenlos, fast so, als habe sie ihr Gesicht gänzlich verloren! Ich fürchte, bei genauerem Hinschauen, in die leuchtend leeren Augen eines Zombies zu blicken. Vielleicht ist ihr Gesicht auch völlig zermetzelt und zerstört! Ja, ich befürchte einen grauenvollen Anblick. Und das ertrüge ich nicht!!

Verwandte Träume:
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Unschärfe
Bäh!

Marianne, bist Du es?

Traum:
Der weiße R4, der eine Wäsche nötig hätte, parkt vor der Worpsweder Bäckerei. Wir sitzen zu fünft drin. Ich sitze rechts auf der Rückbank. Cleos Freund kommt, schaut durch das Beifahrerfenster herein. Er bemerkt mich, schaut mich fragend an und reicht mir nach anfänglichem Zögern die Hand: „Marianne, bist Du es?“ Er wirkt verwundert. Ich nicke stumm und fühle mich blass. Cleos Freund steigt ins Auto, ebenso ein weiterer junger Mann. Einer bleibt im Fußraum stehen, der andere zwischen den Sitzen. Wir fahren los und ich überlege, dass uns die Polizei anhalten könnte. Heutzutage wird das sicher nicht mehr so locker wie früher gesehen, wenn das Fahrzeug überladen ist. Nach wenigen Meter kommen uns einige vergnügt hüpfende und singende Menschen entgegen, die sich an den Händen haltend, ein Band bilden. Wegen all der Mitfahrer kann ich die Lage nicht gut erkennen und befürchte, es könnte zu Verletzungen kommen, falls wir aneinander geraten.

Buttermilch

Traum:
Ankunft in einem Fitness-Center. Cleo rennt gleich los, springt auf eine große dicke Turnmatte und stellt sich den Anforderungen. Zwischendurch öffnet sie einen Becher Buttermilch. An den Farben des Bechers erkenne ich, dass es hier meine Lieblings-Buttermilch gibt. Klasse, da gehe ich mir auch mal einen Becher holen.

Die Kantine ist noch leer. Die junge Wirtin steht mit einer Bekannten dort und unterhält sich. Als sie mich anschaut sage ich begeistert: „Ich habe gesehen, Sie haben hier die Buttermilch der Marke „Kleeblatt“. Das ist die Buttermilch mit der cremigsten Konsistenz und dem phantastisch runden Geschmack! Meiner Ansicht nach die beste Buttermilch! Ich hätte gerne einen Becher davon!“
Die Wirtin steht mit verschränkten Armen, verzieht einen Mundwinkel und sagt desinteressiert: „Kann sein. Das weiß ich nicht.“ Offenbar ist es ihr völlig egal, ob sie Buttermilch guter Qualität verkauft oder nicht. Ich fühle mich mit meiner Begeisterung allein gelassen.

Planquadrate im Hintergarten

Traum:
Ein Reihenhaus mit flachem Dach – meine neue Wohnung. Im Hintergarten gibt es ein kleines weizengelbes Stoppelfeld. Es ist der Garten, der vor meiner Wohnung und der meines Nachbarn (links) liegt. Bis zu diesem Augenblick gehe ich ganz selbstverständlich davon aus, dass ein Teil des Gartens mir zur Verfügung steht. Nämlich der Bereich, der an meine Terrasse angrenzt. Bei der Vorstellung, diesen Garten zu bepflanzen, spüre ich eine gewisse Freude aufkeimen. Der Nachbar hat bereits damit begonnen, den Boden zu bereiten. Im Moment hockt er auf dem Stoppelfeld und berechnet die Gartenfläche, um diese anschließend in Planquadrate aufzuteilen, was der späteren Bepflanzung mehr Übersicht und Struktur geben soll. Neben ihm steht das Berechnungsinstrument: ein triangelförmiges Konstrukt aus drei Zweigstücken. Diese Holzstücke wurden auf die Länge der Getreidestoppel zugeschnitten. Diese Triangel bildet nun den Maßstab für die Planung. Vielleicht wird es ein Versuchsgarten, in dem viele verschiedene Methoden und Gewächse ausprobiert werden.

Ich bekomme Lust, auch gleich mit der Gartenarbeit zu beginnen. Mit einem Male pflügt ein gefalztes Stück außerordentlich kräftigen Zeitungspapiers über das Stoppelfeld. Der Boden lockert sich und entfaltet seine dunkle Erde. Dabei verströmt sich eine sehr belebende, bewegende und kraftvolle Energie. Es ist klar, dass mein Nachbar das Pflügen auslöste. Da er den gesamten Bereich pflügt, wird ihm vielleicht der ganze Garten gehören?! Das enttäuscht mich etwas.
Ich gehe an den Rand der Nachbarterrasse. Dort liegt ein großer, aufgeschlagener Aktenordner. Vertragsunterlagen, persönliche Erinnerungen, Urkunden, Grundrisse, Zeugnisse – teils in Prospekthüllen. Jedoch lässt auch dieser Einblick keine Rückschlüsse darauf zu, ob ihm wirklich der ganze Garten gehört.

Doppeltes Traumbuch

Traum:
Der Raum erinnert an die Stadtbibliothek Dornbusch, wenngleich dies mein Zimmer ist. Ich stehe vor meinem Bücherregal und entdecke zwei gleiche Traumbücher. Es ist ein anspruchsloses Buch; sehr allgemein gehalten. Und mir ist es fast unangenehm, dass ich von diesem trivialen Buch gleich zwei Stück habe! Vermutlich hatte ich vergessen, dass ich es bereits habe, und kaufte ein zweites. Na, wenn Mike das erfährt, der wird den Kopf darüber schütteln, wie man sich überhaupt so ein Buch kaufen kann! Bestimmt wird er aber reinschauen wollen. Beide Bücher wirken benutzt; zwischen den Seiten stecken ein paar Notizzettel. Unter anderem ein leicht welkes Kalenderblatt von der verstorbenen Anna. Sie bewahrte die alten Kalenderblätter ja immer auf, zerschnitt sie irgendwann um sie als Notizzettel zu verwenden. Während ich anfangs noch zu erkennen meinte, beide Bücher verwendet zu haben, so changiert jetzt der Anblick. Eines der Bücher wurde doch nicht gelesen. Ich wundere mich.

Zahn aus Glas

Traum:
Im Dunkel. Moina ist ein Milchzahn ausgefallen; der vordere Schneidezahn. Sie präsentiert ihn lächelnd auf ihrem Handteller. Der Anblick der Zahnlücke ist ungewohnt. Mike ist aufgewacht, tritt hinzu und ich sage: „Hast Du schon gesehen, dass Moina ihren ersten Zahn verloren hat?“ „Hey, das ist toll!“, sagt er begeistert und strahlt Moina an. Ihr Zahn liegt nun auf meiner Hand und er ist ungewöhnlich! Sehr groß und aus satiniertem, kräftigem Glas. Ich wundere mich, da er doch die ganze Zeit ganz weiß aussah. Hätte man nicht zumindest ein rötliches Durchschimmern der Pulpa sehen müssen? Ja, und hätte nicht auch das Dunkel des Mundraumes eine, wenn auch nur optische, dunkle Tönung des Zahnes bewirkt? Aber vielleicht ist es gerade das Dunkel dahinter, das einen Einblick ins Zahninnere verhinderte und ihn weiß erscheinen ließ. Mir kommen angesichts dieses kräftigen Zahnes auch Bedenken. Vermutlich sind alle Zähne so kräftig und tief verwurzelt. Es könnte sehr schmerzhaft sein, wenn ein solcher mal gezogen werden muss.
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Traumzeit

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