Zeitgeist

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Rosmarin mit Lavendelblüten
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Chinesische Pyramide
Traum: Sonntagsspaziergang . Altstadt. Idyllische Gasse....
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Ausflug nach Kassel
Traum: Eine Besprechung an einem kleinen Konferenztisch....
Traumzeit

12
Mai
2008

Vinci und die selbstauslösende Onlinebroschüre

Traum:
Vinci bietet mir an, mich darüber zu informieren, welche Fahrräder wirklich gut für mein Kind sind. So setzt er sich auf den Fußboden; mit dem Po zwischen den angewinkelten Beinen. Ich hocke mich vor ihm. So sitzen wir im Windschatten eines weißen Tisches. Vinci sagt, er könne nicht so lange in dieser Position verharren, bald bekäme er Schmerzen. Durch seine Anmerkung wird mir bewusst, wie bequem ich die Hockstellung finde. Sie ist kein bisschen anstrengend. Aus Erfahrung weiß ich allerdings, dass dies nur für eine begrenzte Zeit so ist, danach kann es gut sein, dass es hier oder da etwas unangenehm zwackt.

Vinci blättert in der Broschüre eines Versandhauses und tippt mit dem Zeigefinger auf bestimmte Fahrradmodelle und Fahrradhelme, die eine Gemeinsamkeit haben: Das Grundgerüst ist aus einem speziellen Material hergestellt, in dem hochwertiges Wasser gespeichert ist. Allein die Betrachtung dieser Abbildungen vermittelt ein gutes Gefühl. Gut, unter 100 Euro gibt es kein Kinderfahrrad, aber wenn man die Qualität bedenkt, ist das vollkommen okay.

Inzwischen wechselten wir unseren Standpunkt und unsere Haltung. Wir befinden uns nun mehr rechts des weißen Tisches. Vinci sitzt am Boden, hat seine Beine lang vor sich ausgestreckt. Ich stehe direkt am Tisch, mit dem linken Arm abgestützt und zu Vinci vorgebeugt. Er empfiehlt einige Fahrräder, indem er mit dem Zeigefinger auf die entsprechenden Abbildungen tippt. Mit einem Male hält er amüsiert inne und erklärt: „Das ist eine Onlinebroschüre! Bei Berührung einer Abbildung löst man eine Bestellung aus.“
Das ist ja lustig. Lachend sage ich: „Na, hoffentlich haben Sie jetzt nicht zu viel für mich bestellt!“
Na sowas! Da muss ich doch gleich mal einen Blick in den Warenkorb werfen. Und vor allem nachsehen, ob eine bereits getätigte Bestellung noch storniert werden kann. Damit sollte ich nicht länger als die nächsten Stunden warten.

Kōan und Doris-Day-Gaga

Traum:
Das Ankleiden am heutigen Morgen erforderte einige Aufmerksamkeit. Nun ist es vollbracht, doch sicher bin ich mit meiner Auswahl noch nicht. Ich trage ein bodenlanges, schwarzes Trägerkleid mit einer hellen Bluse darunter. Darüber eine üppige Jeansweste. Ich überlege, noch eine dicke Strickjacke drüber zu ziehen. Die Vorstellung zaubert ein Spiegelbild, in dem ich mich mit der Strickjacke sehe. Die Klamotten tragen ziemlich auf. Naja, ziemlich ausladend... – aber warum eigentlich nicht.

Später in einem ruhigen Kaufhaus. In einer Boutique-Abteilung stehe ich vor einem Tisch mit leichten Pullis, Shirts und luftigen Blusen – alles ziemlich edel. Eigentlich ist es kein Wühltisch, aber inzwischen legten einige Kundinnen die betrachteten Teile lose wieder zurück...
Echt gut, mir gefallen ein paar Oberteile. Ein wenig gedankenverloren lege ich zwei favorisierte Blusen über meine rechts geschulterte Korbumhängetasche. Dass ich dies nur ja nicht vergesse! Allein dies könnte eine misstrauische Angestellte schon auf den Gedanken kommen lassen, ich wolle etwas stehlen. Nun entdecke ich zwei Blusen auf dem Tisch, die ich mir in genau dieser Ausführung bereits vor längerer Zeit mal gekauft habe und heute sogar in der Tasche bei mir trage! Wenn es dumm läuft, könnte ich deswegen Ärger kriegen. Am besten ist, ich gehe jetzt mal.

Weniger Meter weiter nach links, vor einer breiten Durchgangstür, wartet mein Begleiter – eine typische Animusgestalt – auf mich. Höflich und erfreut die Begrüßung, dann machen wir uns auf den Weg, durch die Tür hindurch und...

...finden uns direkt vor der Haustür meines Elternhauses wieder. Mein Begleiter liegt mit dem Rücken auf den roten Steinen. Ich liege auf ihm drauf. Viel Zärtlichkeit, kleine Küsse und geflüsterte Neckereien. Er erzählt mir ein Kōan; darin geht es um einen Meister, einen Schüler und einen Esel. Zum Schluss kommt die Frage. Der Mann unter mir erklärt, dass es auf diese Frage wirklich nur eine weise Antwort gibt. Das ist lustig; übermütig knabbere ich zur Antwort an seinem Ohrläppchen, bedecke sein Gesicht mit vielen Küssen und sage leise lachend und ihn neckend, dass ich die Antwort kenne; sie lautet: „Niemand! Denn es gibt niemanden, der etwas sehen könnte.“

Mein Begleiter packt mich mit einem Male an den Hüften, zwickt und kitzelt mich. Mit einem nachdenklichen Blick in meine Augen meint er: „Sind Deine Augen überhaupt offen? Ich glaube, nicht!“
Hm, ich werde ganz ernst und überlege... Kann es denn wirklich sein, dass meine Haut um die Augen herum derart schlaff und runzelig geworden ist, dass sie in bauchliegender Position meine Augen verhängt?? Kurz erscheint ein Bild vor Augen, wie ich mir das vorstelle: nur noch ein winziges Guckloch zwischen schlaffen Falten. Aber immerhin, ausreichend um zu sehen. Außerdem: ich sehe ihn doch auch, da kann es soo schlimm gar nicht sein?!

Unvermittelt eine völlig andere Szene, die ich als Außenstehende beobachte:
Ein morgenfrischer Strand. Von links kommt eine Frau in die Bildfläche. Sie fährt auf einem Drahtesel den steinigen Strandstreifen entlang, wird dabei kräftig durchgeschüttelt. Sie sitzt jedoch aufrecht, bewahrt damenhafte Haltung. Mein Begleiter, der so steht, dass er ihr entgegenblickt, spricht sie an, woraufhin sie mit einer nimmer endenden Antwort reagiert. Die Szene erinnert an einen alten Film mit Doris Day und Rock Hudson. Ich betrachte die Frau genauer, die tatsächlich Doris Day ähnelt. Sie trägt ein helles Kostümjäckchen, einen schmalen knielangen Rock und ein schlichtes helles Hütchen auf ihren elegant gelegten blonden Haaren. Ihre Mimik ist beeindruckend. Ihre Lippen, ihre Zähne, ihre Stimme, der kraftvolle Ausdruck... das kenne ich doch... Ja hey, nun fällt der Groschen! Das ist ja Gaga! Blond... hmm... ach so, endlich begreife ich: dies ist Gaga in jungen Jahren! Diese Erkenntnis ist so aufregend, dass ich davon aufwache.

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Gagas Hochzeitkutschentisch

Wasser aus fünf Flüssen

Traum:
Der Waschraum im Keller hat fünf Wasserzuläufe, die jeweils von einem Fluss gespeist werden, als da wären: Hamme, Wümme, Beck, Jordan, Wörpe. Diese Zuflüsse werden von den wie üblich installierten Wasserleitungen geführt und geregelt. Vorhin sah ich einige Rinnsale auf dem Boden. Bedenklich, aber nicht besorgniserregend.

Als ich nach einigen Erledigungen wieder zurückkehre, treffe ich auf eine Frau im Waschkeller, die besorgt zu Boden blickt. Von mehreren Seiten fließt jetzt das Wasser hinein, und das ziemlich rasch. Ungut! Das muss im Auge behalten werden. Es ist also nicht an der Zeit, das Haus zu verlassen.

In Annas Schlafzimmer in der ersten Etage (real das Schlafzimmer der Älteren). Eine Gardine weht sachte in der lauen Luft, die durch die geöffneten Fenster hereinweht. Sonnenschein, früher Morgen im Frühsommer. Ich überlege, wie Anna die Wohnung verlassen und trotzdem das Fenster offen lassen konnte. Ausgerechnet jetzt, wo der Keller so offen steht? Wie leicht könnte jemand die Gelegenheit nutzen, und von draußen eine Leiter anstellen, um dann hier einzudringen! Ob ich die Fenster schließen sollte? Gut möglich, dass dies Anna überhaupt nicht passt. Eigentlich habe ich hier in ihren Räumen ja auch gar nichts zu suchen...

11
Mai
2008

Wäscheleinen-Musik

Traum:
Vor mir steht ein Wäscheständer. Auf seinen Wäscheleinensaiten liegt mein Schellentamburin, auf dem ich trommele, als sei es eine Djembé. Dabei rasseln die Schellen auf den Saiten und bringen diese in klingende Schwingung. Voller Freude trommele ich, schlage zwischendrin auch die Wäscheleinensaiten an, die ganz unerwartet so wundervoll klingen! Es ist so überraschend schön anzuhören, dass es mich völlig in seinen Bann zieht und ich alles um mich herum vergesse. Es ist nicht so einfach zu spielen, denn das Tamburin hüpft auf den Saiten herum und droht mehrmals zwischen diesen zu Boden zu fallen. Aber welch wunderbare Klänge...

Mike kommt hinzu, nimmt diese Sache nicht so ernst, wie ich es inzwischen tue, und schlägt mir ein paar Mal dazwischen, auf das Tamburin. Das bringt mich völlig aus dem Rhythmus. So sehr ich mich im Anschluss daran auch mühe, wieder hineinzufinden, es gelingt mir nicht einmal ansatzweise. Die schönen Klänge lassen sich einfach nicht mehr erzeugen. Ich bin sehr enttäuscht!

Notiz:
Moina träumte diese Nacht:
Da war eine Trommel, die sprechen konnte. Sie bekam ein Baby und ein Kind.

Duftendes Herzchakra und hautschonender BH

Traum:
In einem eher kleinen Zimmer treffe ich mit einem etwa vierzigjährigen Mann zusammen, der kürzlich aus Amerika anreiste. Ein schlanker Typ, mit Händen in den Hosentaschen, das grünbunte Oberhemd großzügig aufgeknöpft, darunter eine gebräunte, mäßig behaarte Brust, vor der ein silbernes Kettchen baumelt. Er trägt eine Pilotensonnenbrille mit Gläsern, die nach unten hin heller getönt sind. Seine dunklen Haare naturgewellt. Auffallend seine vage gespitzten Lippen, die dennoch entspannt wirken; sinnlich und wie etwas erwartend...

Einer von uns beiden nimmt eine fünfeckige Kupfermünze – die eigentlich eingesteckt werden sollte – an sich und wirft sie mit Nachdruck zu Boden. Der Mann schaut mich unlustig an und fragt: „Was soll das denn?“ Wir bücken uns beide gleichzeitig, um diese Münze aufzuheben und kommen uns für eine kurzen Moment etwas näher. Ich spüre sein Aufmerken, während wir uns wieder aufrichten. Fast tonlos stellt er fest: „Du riechst so gut. Darf ich Dich küssen?“ Meine bunte Bluse ist genauso weit aufgeknöpft wie seine. Da steckt er schon seinen Kopf zwischen den Stoff und schleckt und küsst meine Haut auf Höhe des Herzchakras – von dort verströmt sich der Duft. Er wirkt geradezu entrückt. Aber nun ist genug! Wir gehen wieder auf Distanz. Dabei bemerkt er, dass ich einen gelben Baumwoll-BH trage, der durch den dünnen Blusenstoff hindurchschimmert. Nüchtern stellt er fest: „Ein gelber BH... – das geht ja schon mal gar nicht.“ Kurz verspüre ich den Impuls, ihn aufzuklären; meine Erkrankung zu erwähnen, deren Behandlungsfolgen es notwendig machen, von sexy auf hautschonend umzusteigen. Dann aber denke ich, dass ihn das sicher gar nicht interessiert, halte es selbst auch für zu aufwändig, und verspüre eh keine Lust zum Erzählen. So lasse ich es einfach auf sich beruhen.

Zurück bleibt eine gewisse Traurigkeit. Gleichzeitig aber auch das Gefühl, dass ich mir nun endlich wichtig genug bin; und das fühlt sich richtig gut an.

Gagas Hochzeitskutschentisch

Traum:
In einem öffentlich zugänglichen Zimmer treffe ich auf Gaga, die sich gerade angeregt mit einer Frau unterhält. Gaga erzählt sehr ausdrucksstark. Ihre Mimik begeistert mich. Wenn Sie ihre Augenbrauen hebt, bilden sich beeindruckende Stirnfalten. Ich hätte echt nicht erwartet, dass sich bei ihr diese Stirnfalten bilden können. Erstaunlich jedenfalls, sie wirkt deutlich jünger als ich; was auch an ihrer ausgeprägten Lebendigkeit liegen mag. Sie erwähnt der Frau gegenüber gerade ihr Alter: „Ich bin jetzt ‚soundsoviel’vierzig Jahre alt. Also genau so alt wie diese andere Frau, die viel älter, ja fast matronenhaft wirkt. Sie selbst sagt übrigens, dass sie es gar nicht wahrnimmt, wenn ihr Körper eine Nahrungsumstellung fordert. Deswegen erstaunt mich ihr Aussehen auch gar nicht.“

Gaga ist echt toll. Und hey, ich habe gerade eine Idee! Wie wäre es, wenn Gaga dieser ältlich wirkenden Frau ihr mangelndes Körperbewusstsein vor Augen führte? Sie könnte es ihr etwas pointiert widerspiegeln und die Dinge ohne Ausschweife aussprechen. Sie nimmt ja eh kein Blatt vor den Mund. Da müsste doch bei der anderen Frau sofort der Groschen fallen!? Und sicherlich könnte sie einen solch lockeren Fingerzeig viel besser annehmen, als würde man sie mit kritischen Worten auf ihr Äußeres ansprechen. Ob Gaga da mitmachen würde? Bis jetzt traue ich mich noch nicht, sie zu fragen.

Eine höher gelegene Etage eines Krankenhauses. Hier schaue ich aus einem geöffneten Fenster hinaus, hinab auf eine Grünfläche direkt am Eingangsbereich. Man merkt, es ist Sommer! Die ersten Patienten liegen dort unten auf grauen Decken. Es sind alles Männer, an denen mir eine Gemeinsamkeit auffällt: sie tragen schlabberige Nachthosen aus Jersey, die ihr Geschlecht gut zur Geltung bringen. Die meisten von ihnen sind typische Langzeitpatienten. Ansonsten würden sie sich sicher nicht dort ausbreiten und den Sommeranfang feiern. Sie wissen halt, wie man es sich auch hier wohl ergehen lässt. Von hier oben habe ich einen guten Überblick:

Oben links liegt ein etwas älterer Mann mit rotblonden Stoppelhaaren und roter Gesichtshaut. In seinen wasserblauen Augen blitzt es vergnügt. In der Hand hält er eine Flasche Beck’s Gold, die er auf seinen sichtlich prallen Hoden abstützt. Dazu singt er einen deutschen Rock-Oldie. Er singt gut, textsicher ist er auch. Da macht es nichts, dass er so laut ist. Ich grinse breit. Da bemerkt er mich und schaut zu mir hoch. Ich winkele die Arme an, wippe leicht tänzelnd in den Knien, singe leise in seinem Rhythmus: „Yep, yep, yep,...!“ und nicke ihn aufmunternd zu. Da singt er noch lauter und so richtig schön selbstvergessen.

Unten links auf der Grünfläche liegt ein schlafender Mann. Ganz leise schleicht sich ein Zimmerkumpel heran. In seinen Händen eine noch geschlossene Rotweinflasche. Diese schiebt er nun, mit dem Flaschenhals voran, zwischen die Eier des Schlafenden und schiebt sie dann rhythmisch vor und zurück. Der Mann am Boden reißt die Augen auf, braucht eine Sekunde um zu verstehen..., springt dann wild fuchtelnd auf und läuft mit spielerisch geballten Händen hinter seinem flüchtenden Kumpel hinterher. Na, der hat jetzt was zu erwarten; so ein Gelächter, was für eine Gaudi!

Unten weiter rechts liegt ein Mann mit geschlossenen Augen unter einer Decke. Darunter sind Bewegungen zu sehen und es dauert nicht lang, da rutscht die Decke beiseite. Ah so, daher kommen die Bewegungen. Ein experimentierfreudiges Baby krabbelt auf den Oberschenkeln des Mannes herum und untersucht ziellos zupackend das große Geschlecht. Der Mann erwacht schlagartig, setzt sich auf und muss sich erst einmal orientieren, was hier los ist.

Weiter zur Mitte hin liegt ein wacher Mann, auch er war bis eben zugedeckt, doch jetzt rutscht die Decke schwungvoll beiseite. Lustig und unerwartet, was da zum Vorschein kommt. Eine Reihe kleiner Hunde; überwiegend Spitze, die mittels kleinen Stücken Paketschnur aneinandergereiht sind. Es macht den Eindruck, als haben sie gerade für eine Menge Vergnügen unter der Decke gesorgt. Naja, ganz klar, dass ein ganzer Rudel Spitze nicht lange unter einer Decke verborgen bleibt.

In der Mitte der Grünfläche steht ein graues Zelt. Gerade öffnet sich der Einstiegsbereich. Uih, was ist denn da drin? Eine weiße Hochzeitskutsche! Ein Mann ist mittels Seil vor die Kutsche gebunden. Offenbar kam die Eröffnung des Zeltes total überraschend für ihn, denn er stürzt mit erschrockenem Gesicht blindlings los. Anstatt geradeaus zu laufen, umrundet er die Kutsche und verwickelt sich mit dem Seil drumherum. Dabei beginnt die Kutsche zu wanken, fast reißt er sie dabei um! Er wirkt ganz verstört. Ein paar Männer springen zur Hilfe und setzen an, die Kutsche in die richtige Position zu bringen.

Ich stehe nun direkt vor der geöffneten Zimmertür, als ein Mann die Kutsche ins Zimmer trägt. Es ist ein weißer Tisch; Gagas Tafel, von der gegessen werden wird. Eine tolle Sache, denn die Verantwortlichen haben sich etwas Besonderes einfallen lassen. Der Name GAGA steckt in Form von silbern bedampften Kunststofflettern in der Tischplatte. Ein Teil der Buchstaben ragt oberhalb heraus, ein Teil unter der Tischplatte. Nun sind es gerade diese unten herausragenden Buchstaben, die sich an einem anderen Tisch, der neben der Tür steht, verhakeln. Vor Schreck lässt der Mann den Tisch los, so dass dieser, nur auf den Buchstaben balancierend, hin und her wankt. Oh oh! Nicht mehr lange, dann gerät der Tisch aus dem Gleichgewicht und kracht zu Boden. Mein lieber Mann! Mein Blick bleibt am GAGA hängen, während ich dem Mann zurufe, dass der Tisch dabei zerstört werden könnte, wenn er die Sache nicht bald in die Hand nimmt! „Nur eine Frage der Zeit, dann bricht womöglich der erste Zacken aus einem der Buchstaben, und dann bricht die ganze Chose zusammen!“ Ja hey, da steht ja sogar die Uhrzeit?!! Gaga hat vorsorglich gleich den Zeitpunkt der Zerstörung vorgemerkt: silberne Zahlen stecken in der Tischplatte: 9:57h Sogleich gebe ich die Information an den Mann weiter: „Um 9:57 Uhr wird alles zerstört!“
Heidenei, was für eine aufregende Sache, so viel Action.

Notiz:
Ich erinnerte nach diesem Traum gleich an eine Aussage, die ich in Dr. Scheins Block hörte:
"Die Frau Gaga hat a bissl arg viel Besuch, viel Herren..."
Hm hm hm... - was bedeutet das nun für mich???

Beunruhigendes Geschehen im Großelternhaus

Traum:
Im längst verlassenen Haus der Großeltern. Ich stehe in der Wohndiele. Etwas auf der Diele zieht meine Aufmerksamkeit auf sich und ich blicke durch die Fenster der Abtrennung dorthin. Lichtreflexe auf den Fensterscheiben behindern die freie Sicht. Zudem ist es auf der Diele ziemlich dunkel. Da, zwei schwarze Vögel! Ich beobachte weiter... Es sind sogar vier Vögel; Elstern! Nein, es ist nicht gut, wenn sie dort ihr Unwesen treiben. Ich öffne die Tür und mit den Händen klatschend, versuche ich sie zu verscheuchen. Aber sie fliegen nur kurz auf, flattern etwas weiter, ohne hinauszufliegen. Aus dunklen Nischen kommen zwei weitere Elstern hervor, setzen sich und schaue mit dunkel glitzernden Augen zu mir her. Inzwischen bin ich ins Dunkel der Diele getreten. Es gelingt mir nicht, die Elstern ins Freie zu jagen. Unangenehm.

Ich stehe in der Wohndiele. Aus dem Dunkel der Diele, die hölzerne Trennwand durchdringend, fließt eine Szene auf mich zu:
Eine kreisrunde blaue Plane als Untergrund. Mitten drauf ein Spielzeug-Arztkoffer. Dort auch ein Baby oder Kleinkind, narkotisiert. Viele Kleinkinder in grünen OP-Kitteln drumherum, die höchstkonzentriert im Schein einer kleinen OP-Lampe operieren.
Wie auf einem Fließband wird mir diese Szene am laufenden Band serviert. Sie wiederholt sich wieder und wieder, durchdringt dabei den Esstisch mitten im Raum, als sei dieser gar nicht da. Das irritiert mich auf unangenehme Weise. Der wiederholte Anblick einer Kinder-Operation löst starke Betroffenheit in mir aus.
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